Buttersäure-Anschlag in Magdeburg: Mann muss in Haft

Von Inga Jahn

Magdeburg - Am Amtsgericht Magdeburg ist ein 42 Jahre alter Mann verurteilt worden, weil er mit Buttersäure mehrere Menschen verletzt hat.

Im November verschüttete ein Mann Buttersäure im Verwaltungsgericht und der Postbank-Filiale in Magdeburg. (Archivbild)  © Robert Lilge

Der Magdeburger habe die Tat gestanden, erklärte das Gericht. Er wurde demnach unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Monat verurteilt.

Nach Ansicht des Gerichts hat er die Buttersäure im November 2024 zunächst auf dem Flur des Verwaltungsgerichts Magdeburg verteilt.

Eine Justizbedienstete habe die Dämpfe der Säure später eingeatmet und dadurch Kopfschmerzen und Übelkeit bekommen.

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Der 42-Jährige soll die Buttersäure außerdem in einer Bankfiliale verteilt haben. Dort verursachte sie bei drei Mitarbeiterinnen Augenbrennen, Übelkeit und Kopfschmerzen.

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Sie wurden nach Angaben der Polizei vor Ort von Rettungskräften versorgt. Zudem soll der Mann eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes bedroht, beleidigt sowie dieser nachgestellt haben.

Der Magdeburger erläuterte vor Gericht, dass er aufgrund von jahrelangem Frust gegen die deutschen Behörden so gehandelt habe.

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