Frau auf offener Straße erstochen: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Magdeburg - Im September hat ein 57-jähriger Syrer eine Landsfrau in Magdeburg-Neue Neustadt auf offener Straße erstochen. Jetzt ist Anklage gegen ihn erhoben worden.

Für die 59-jährige Frau kam jede Hilfe zu spät. (Symbolbild)  © Montage: Frank Rumpenhorst/dpa, Bodo Marks/dpa

Wie der MDR berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann Mord vor.

Opfer und Täter kannten sich und sollen dem Medienbericht zufolge gemeinsam Kinder haben. Zudem sei der 57-Jährige bereits wegen eines Sexualdeliktes vorbestraft.

Das Landgericht Magdeburg soll nun die Zulassung der Anklage prüfen. Weil der vermeintliche Täter seit Oktober in U-Haft sitzt, müsse jetzt schnell gehandelt werden, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Gerichtsprozesse Magdeburg Blitzer umgeworfen und beschädigt: Mann zu Strafzahlung verurteilt

Denn laut Strafprozessordnung darf eine U-Haft maximal sechs Monate andauern.

Kurz nach seiner Tat soll der Mann mehrere Wochen lang nicht vernehmungsfähig gewesen sein. Er lag auf einer Intensivstation.

Zeugen hatten berichtet, dass er sich nach dem Delikt selbst verletzt habe.

Anzeige

Noch im September wurde durch rund 60 Menschen während einer Mahnwache an die getötete Frau erinnert. Gemeinsam wollten sie ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Auf einigen ihrer Plakate wurde die Tat als Femizid bezeichnet.

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Magdeburg: