Nur 20 Sekunden: Das sind die Schlussworte vom Magdeburger Amokfahrer

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Magdeburg - Am Freitag fand in Magdeburg der 40. Verhandlungstag im Prozess gegen den Attentäter des Magdeburger Weihnachtsmarktes statt. Taleb A. (51) bekam die Gelegenheit, seine Schlussworte zu verkünden.

Während seiner Redezeit schweift der Angeklagte Taleb A. (51) immer wieder ab. (Archivbild)
Während seiner Redezeit schweift der Angeklagte Taleb A. (51) immer wieder ab. (Archivbild)  © Peter Gercke/dpa

An den vergangenen Prozesstagen durfte der Attentäter sein Plädoyer halten. Dabei schweifte er wie bereits zuvor immer wieder ab. Er sprach unter anderem davon, im Gefängnis systematisch vergiftet zu werden, weil seine Wasserflasche beim Öffnen nicht "klickt".

Selbst der Vorsitzende Richter Sternberg konnte sich mit einem ermahnenden Kommentar einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Meinen Sie nicht, dass Sie das einfach straffen können? Nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, dass Sie wirr wären."

Die Zeit, die A. für sein Schlusswort benötigte, überraschte alle Anwesenden.

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Selbst der Pressesprecher des Landgerichts Magdeburg äußerte sich im Vorfeld: "Ob dieses an dem Tag beendet sein wird, oder der Angeklagte über mehrere Tage reden wird, lässt sich nicht sagen."

TAG24 war vor Ort und berichtete in einem (kurzen) Liveblog direkt aus dem Gerichtsgebäude.

10.03 Uhr: Der kürzeste aller Verhandlungstage im Weihnachtsmarkt-Prozess

Bevor Amokfahrer Taleb A. seine Schlussworte halten durfte, wies Richter Dirk Sternberg deutlich daraufhin, dass anschließend niemand mehr sprechen und die Sitzung sofort beendet wird.

Nachdem A. seinen letzten Satz beendet hatte, herrschte Ruhe. Kurz darauf wurde die Technik (Mikrofone, Bildschirme) ausgeschaltet und die Vorsitzenden verließen wie angekündigt den Sitzungssaal. Die Verhandlung ist nach nicht einmal einer halben Stunde wieder beendet worden.

Beim Verlassen des Gerichtsgebäudes war auch unter den Nebenklägern unter anderem ein Gespräch zu hören: "Wir hatten schon Angst, dass er dafür drei oder vier Tage benötigt."

Der 40. Prozesstag um die Amokfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt war damit auch der kürzeste. Es folgt die Urteilsverkündung. Einen konkreten Termin gibt es dafür jedoch noch nicht.

9.43 Uhr: Das sind die Schlussworte von Attentäter Taleb A.

Taleb A. hat diesmal nicht gelogen. Für seine Schlussworte benötigte er nur wenige Sekunden. Für seine letzten Worte stand er extra auf.

"Ich hoffe, dass Deutschland, Europa, der Westen und die Welt die gescheiterte Postmoderne überwinden, aber nicht rückwärts, sondern mit Kontextualisierung und innovativen Ideen für eine bessere Demokratie und mehr Freiheit", sagte Taleb A.

Für seine 20-Sekunden-Rede stand der Angeklagte extra auf. (Archivbild)
Für seine 20-Sekunden-Rede stand der Angeklagte extra auf. (Archivbild)  © Peter Gercke/dpa

9.36 Uhr: Taleb A. will 20 Sekunden sprechen

Während der Vorsitzende organisatorische Angelegenheiten mit den anwesenden Anwälten klärt, blättert der Angeklagte in seiner "Sicherheitskabine" durch mehrere Blatt Papier.

Die Schlussworte von Taleb A. scheinen eine längere Zeit in Anspruch zu nehmen. Auf Nachfrage des Richters Sternberg will der Angeklagte nur 20 Sekunden nutzen.

9.25 Uhr: Zahl der Anwesenden ist überschaubar

Rund fünf Minuten vor der Eröffnung der Sitzung sieht die Belegung der Sitzplätze im Verhandlungs- sowie im Zuschauerraum überschaubar aus.

Nur ein Bruchteil der ursprünglich anwesenden Anwälte befindet sich im Sitzungssaal. Auch die Plätze der Zuschauer sind in etwa zur Hälfte belegt.

Währenddessen wird das Hereinführen von Taleb A. erwartet. Mehrere Polizisten und Justizbeamte positionieren sich.

Titelfoto: Peter Gercke/dpa

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