Rentner in Todesfalle gelockt? Diese grausamen Details kommen vor Gericht ans Licht

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Magdeburg - Es fing an mit einer Sexanzeige, dann kam ein vermeintliches Treffen, und alles endete mit einem Mord: Ein 27-Jähriger soll in Magdeburg einen Rentner (†74) in seine Wohnung gelockt und dort auf grausame Art getötet haben. Vor Gericht kommen nun diese schrecklichen Details ans Licht.

Der Anklage soll schon seit längerer Zeit von grausamen Gewalt- und Tötungsfantasien besessen gewesen sein. (Symbolbild)
Der Anklage soll schon seit längerer Zeit von grausamen Gewalt- und Tötungsfantasien besessen gewesen sein. (Symbolbild)  © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die "Volksstimme" berichtet, soll sich die schreckliche Tat am 16. Mai 2026 in einer Wohnung im Stadtteil Stadtfeld zugetragen haben.

Laut Anklage soll der 27-Jährige schon seit längerer Zeit von grausamen Gewalt- und Tötungsfantasien besessen gewesen sein.

Irgendwann habe ihm die bloße Vorstellung jedoch nicht mehr gereicht: Er fasste den Entschluss, seine schrecklichen Fantasien Wirklichkeit werden zu lassen, erklärte die Staatsanwältin am Dienstag vor Gericht.

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Um ein mögliches Opfer zu finden, soll der Angeklagte eine Kontaktanzeige auf einer Onlineplattform geschaltet haben. Darin suchte er angeblich nach einem älteren Mann für ein Sextreffen.

Laut Anklage reagierte das spätere 74-jährige Opfer auf das Angebot und bot dem Angeklagten demnach 100 Euro für ein Treffen.

Nach einem kurzen Austausch machte sich der Rentner schließlich auf den Weg in die Wohnung des 27-Jährigen. Dort ahnte er offenbar nicht, welches schreckliche Schicksal ihm drohte.

Angeklagter soll seinem Opfer beim Sterben zugesehen haben

Am 18. November möchte der 27-Jährige laut seinem Verteidiger vor Gericht Stellung beziehen. (Symbolbild)
Am 18. November möchte der 27-Jährige laut seinem Verteidiger vor Gericht Stellung beziehen. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Als sich der ältere Mann gerade die Schuhe ausgezogen hatte und zum Sofa gehen wollte, soll der Angeklagte plötzlich von hinten mit einem Glaskrug auf ihn eingeschlagen haben.

Der Rentner stürzte zu Boden, überlebte den ersten Angriff jedoch. Im weiteren Verlauf habe der Tatverdächtige zu einer Metallpfanne gegriffen und mehrfach auf den Kopf des 74-Jährigen eingeschlagen.

Als das Opfer noch immer Lebenszeichen von sich gab und vereinzelt um Hilfe rief, soll der Angreifer immer wieder minutenlang auf dessen Gesicht und Brustkorb eingetreten haben.

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Besonders erschütternd: Laut Staatsanwaltschaft soll der 27-Jährige zwischenzeitlich von dem schwer verletzten Mann abgelassen haben, um ihm beim Sterben zuzusehen.

Als er bemerkte, dass der Rentner weiterhin atmete, griff der mutmaßliche Täter zu einem Messer und soll mindestens viermal auf den Hals- und Brustbereich des 74-Jährigen eingestochen haben.

Das Opfer starb infolge des schweren Blutverlustes.

Angeklagte: Mord aus Heimtücke und Mordlust

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord aus Heimtücke und Mordlust vor. Zu den schweren Vorwürfen äußerte sich der 27-Jährige zum Beginn des Prozesses nicht. Erst beim nächsten Verhandlungstermin am 18. November möchte er laut seinem Verteidiger Stellung beziehen. Dafür beantragte die Verteidigung, die Öffentlichkeit zum Schutz der Privatsphäre auszuschließen.

Mit einem Urteil wird voraussichtlich Mitte Januar gerechnet. Sollte der Angeklagte wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

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