Ehefrau und Baby mit Küchenbeil getötet: Vater schuldunfähig?

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Von Frank Christiansen

Düsseldorf – Ein Mann soll in Düsseldorf seine Frau und sein zwei Monate altes Baby mit einem Küchenbeil umgebracht haben.

Ein Polizist sichert den Tatort im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk.
Ein Polizist sichert den Tatort im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk.  © Patrick Schüller/dpa

Knapp fünf Monate nach seiner mutmaßlichen Tat beginnt am Montag am Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen den 44-Jährigen.

Die Staatsanwaltschaft geht inzwischen davon aus, dass der Biochemiker zur Tatzeit an einer akuten Psychose erkrankt war.

Dem promovierten Wissenschaftler droht damit als psychisch krankem Straftäter die dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie, wenn sich die Vorwürfe aus der sogenannten Antragsschrift bestätigen.

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Die Tat im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk Ende November vergangenen Jahres hatte für Entsetzen gesorgt. Sein erst zwei Monate altes Baby und seine Ehefrau starben noch in der Wohnung.

Hinweise auf häusliche Gewalt hatte es nicht gegeben. Das Paar hatte ein Jahr zuvor geheiratet.

Der Mann mit slowakischer Staatsbürgerschaft soll nach der Tat versucht haben, sich selbst mit einem Messer umzubringen, überlebte aber schwer verletzt und wurde notoperiert.

Kein normaler Strafprozess wegen Psychose

Noch im Krankenhaus war Haftbefehl wegen Totschlags gegen ihn erlassen worden. Da der 44-jährige Biochemiker verwirrt gewirkt habe, sei er psychiatrisch untersucht worden.

Weil ihm dabei demnach eine Psychose attestiert wurde, muss er sich nicht in einem normalen Strafprozess verantworten, sondern wegen mutmaßlicher Schuldunfähigkeit in einem sogenannten Sicherungsverfahren.

Titelfoto: Patrick Schüller/dpa

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