Nach Rückkehr aus Syrien: Alleinerziehende Mutter als IS-Terroristin verurteilt
Von Frank Christiansen
Düsseldorf - Eine 32-jährige Syrien-Rückkehrerin ist in Düsseldorf als IS-Terroristin zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach sie schuldig.
Die Frau habe sich in Deutschland radikalisiert, sei im Januar 2015 mit ihrem Ehemann nach Syrien gereist und habe sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen, teilte das Gericht mit.
Nach dem Tod ihres Ehemannes habe sie zwei weitere IS-Mitglieder geheiratet, bevor sie nach der militärischen Niederlage des IS im März 2019 von kurdischen Kräften gefangen genommen worden sei. Ende 2022 sei sie in die Bundesrepublik zurückgekehrt.
Zu ihren Lasten fiel ins Gewicht, dass sie sich für eine besonders gefährliche Terrorvereinigung auf vielfältige Weise und über einen Zeitraum von fast vier Jahren betätigt habe.
Strafmildernd berücksichtigte der Senat, dass die Frau alleinerziehende Mutter zweier Töchter im Grundschulalter ist.
Die Deutsch-Marokkanerin kam in Mainz auf die Welt, und hatte nach ihrer Rückkehr in Dortmund gelebt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Titelfoto: Marius Becker/dpa
