Sie wollte mit "Kinderkleidung" IS-Hilfe verschleiern: Terror-Frau muss in den Knast

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Von Frank Christiansen

Düsseldorf - Die Betreiberin der europaweit aktiven IS-nahen Gefangenenhilfsinitiative "Free our sisters" ist wegen Unterstützung der Terrorgruppe schuldig gesprochen worden.

Unter anderem die Bataclan-Terroristen aus Paris bedankten sich via Telegram bei der Düsseldorferin.
Unter anderem die Bataclan-Terroristen aus Paris bedankten sich via Telegram bei der Düsseldorferin.  © Celine Frohnapfel/dpa

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verurteilte die 43-jährige Düsseldorferin zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. 

Die Deutsche Nadine D. habe sich um prominente inhaftierte IS-Terroristen in Deutschland, Österreich und Frankreich gekümmert, ihnen Spendengeld und Zuspruch zukommen lassen, damit sie dem IS die Treue halten, so der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung.

Sie habe eine verfestigte dschihadistische Einstellung, befürworte ein Kalifat und die Scharia in der Auslegung des sogenannten Islamischen Staats (IS). Zu einer inzwischen verurteilten IS-Terroristin habe sie ein enges Vertrauensverhältnis unterhalten. 

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Die inhaftierten Terroristen hätten sich teilweise via Telegram öffentlich für den Zuspruch bedankt, so etwa einer der Attentäter, die in Paris 2015 beim Überfall auf den Bataclan-Club an der Tötung von 131 Menschen beteiligt waren. Mit falschen Verwendungszwecken wie "Kinderkleidung" habe sie ihre Aktivitäten als humanitäres Engagement verschleiert.

Sie habe Kinder Bilder malen lassen für potenzielle Massenmörder, wie einen der verurteilten Rizin-Bombenbauer von Köln, sagte der Richter.

Die Bundesanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft für die vierfache Mutter gefordert. Die Verteidigung hatte einen Freispruch und hilfsweise eine Bewährungsstrafe beantragt. 

Titelfoto: Celine Frohnapfel/dpa

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