Was passierte an Silvester wirklich? Teenager soll seine Mutter getötet haben

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Von Frank Christiansen

Düsseldorf - Ein Jugendlicher steht in Düsseldorf vor dem Landgericht, weil er seine Mutter getötet haben soll. Der Prozess gegen den inzwischen 17-Jährigen findet aus Jugendschutzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Angeklagt ist der Jugendliche wegen Totschlags.

In Düsseldorf steht ein 17-Jähriger vor Gericht, weil er seine Mutter (†49) umgebracht haben soll. (Symbolfoto)
In Düsseldorf steht ein 17-Jähriger vor Gericht, weil er seine Mutter (†49) umgebracht haben soll. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die fünffache Mutter am 31. Dezember vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Düsseldorf bewusstlos gewürgt und sie in eine mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt zu haben. Die 49-Jährige starb zwei Tage später in einem Krankenhaus.

Zeugen hatten an Silvester eine Auseinandersetzung in dem Mehrfamilienhaus bemerkt und die Polizei verständigt. Einsatzkräfte nahmen den Jugendlichen noch vor Ort fest.

Wegen des Jugendschutzes teilte das Gericht nichts über ein mögliches Motiv oder weitere Details des Verfahrens mit. 

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Am Mittwoch war der Vater des Jugendlichen vom Amtsgericht verurteilt worden. Der 49-Jährige erhielt wegen mehrfacher Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Stalking und Verstößen gegen ein Annäherungsverbot eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin soll er seine Ehefrau über einen längeren Zeitraum misshandelt und bedroht haben.

In dem Verfahren waren auch Nachrichten des Vaters an den damals 16-jährigen Sohn Thema. Nach Angaben des Gerichts sei darunter eine Nachricht gewesen, in der der Vater geschrieben haben soll, dass es ihm leidtue, dass "ihr Kinder bald ohne Eltern sein werdet".

Für den Prozess gegen den ukrainischen Jugendlichen sind zunächst drei Verhandlungstage angesetzt. Der Sohn hatte damals nach seiner Festnahme zur Tat geschwiegen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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