Ehefrau in "Liebeszelle" erwürgt: Prozess beginnt im Dezember

Von Inga Jahn

Burg - Ein Häftling soll seine Ehefrau Anfang April dieses Jahres während eines Besuchs in einer sogenannten Liebeszelle erwürgt haben und muss nun vor Gericht.

Anfang April starb eine Besucherin in der Justizvollzugsanstalt Burg. (Archivbild)
Anfang April starb eine Besucherin in der Justizvollzugsanstalt Burg. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Prozess gegen den zum Tatzeitpunkt 38-Jährigen soll am 2. Dezember eröffnet werden, wie das Landgericht Stendal mitteilte. Der Mann sitzt in der Justizvollzugsanstalt Burg (Sachsen-Anhalt) ein.

Die Staatsanwaltschaft Stendal wirft dem Häftling laut Behördensprecher Totschlag vor. Dem Landgericht nach soll der Mann "seine Frau derart stark gewürgt zu haben, dass sie verstarb".

Sie war 35 Jahre alt und wurde am Nachmittag des Tattags tot aufgefunden.

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Die Frau und der Beschuldigte waren den Angaben nach alleine in einem sogenannten Langzeitbesuchsraum der Justizvollzugsanstalt Burg.

In solchen Räumen können Häftlinge meist mehrere Stunden lang unbeaufsichtigt Zeit mit ihren Partnern oder Familienangehörigen verbringen.

Nach dem Vorfall hatte die Anstaltsleitung der JVA Burg zunächst alle geplanten Langzeitbesuche ausgesetzt.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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