"Reichsbürger"-Gruppe angeklagt: Gründer Peter Fitzek und Komplizen kommen vor Gericht
Wittenberg/Dresden - Ein Königreich vor Gericht: Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen den selbsternannten König von Deutschland Peter Fitzek (60), seinen Adjutanten Martin S. (39), den "Leiter der Königlichen Reichsbank" Benjamin M. (38) und den "Leiter des Meldeamts" Mathias B. erhoben. Sie sollen die Rädelsführer der kriminellen Vereinigung und Reichsbürgertruppe "Königreich Deutschland" gewesen sein.
Immer dreister konnte sich das KRD seit September 2012 ausbreiten, erwarb in Sachsen Schlösser, gründete eigene Krankenkassen, Banken und Firmen, verteilte eigene Ausweise.
Am 13. Mai 2025 setzte die Bundesanwaltschaft dem ein Ende und ging mit einer Großrazzia gegen die Gruppe vor. Diese hatte mittlerweile ihren Schwerpunkt nach Sachsen verlegt.
"Das KRD hält sich für einen souveränen Staat im Sinne des Völkerrechts und strebt an, sein behauptetes 'Staatsgebiet' auf die Grenzen des Deutschen Reiches des Jahres 1871 zu erstrecken", schreibt die Bundesanwaltschaft.
"Ziel der Gruppierung ist es, das System der Bundesrepublik Deutschland durch ein eigenes zu ersetzen."
Quartett sitzt in Untersuchungshaft
Zudem sollen sie unerlaubte Bank- und Versicherungsgeschäfte betrieben haben, so zwischen 2020 und 2025 zehn Millionen Euro eingenommen haben.
Dazu sollen nochmal zwei Millionen Euro hinterzogener Steuer kommen.
Mathias B. soll erst ab 2016 Führungsaufgaben übernommen haben, dazu im Jahr 2018 die Verantwortung über die Finanzen.
Das Quartett sitzt in Untersuchungshaft, der Prozess soll vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf stattfinden.
Erstmeldung von 11.50 Uhr, zuletzt aktualisiert um 20.35 Uhr.
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