Betrugs-Prozess: Arbeitsloser kaufte Haus für 325.000 Euro

Zwickau - Steve D. (44) hatte im Landkreis Zwickau ein Haus für 325.000 Euro gekauft, außerdem Arbeiten an der Fassade durchgeführt. Das Problem: Steve bezog Arbeitslosengeld, war nicht zahlungsfähig. Der Prozess um Betrug ging am Mittwoch ganz schnell - auch weil der Angeklagte gar nicht erst erschien.

Beim Prozess blieb der Sitz des Angeklagten (l.) leer.
Beim Prozess blieb der Sitz des Angeklagten (l.) leer.  © Uwe Meinhold

Das Verfahren am Zwickauer Amtsgericht dauerte keine halbe Stunde.

Steve D. erschien nicht vor Gericht, konnte also weder Richter noch Staatsanwaltschaft erklären, wie er als Arbeitsloser es geschafft haben soll, ein Haus im sechsstelligen Bereich zu erwerben.

Vonseiten der Staatsanwaltschaft wurde am Mittwoch ein Strafbefehl in Höhe von einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung beantragt (Bewährungszeit: 5 Jahre).

Zudem wurde die Bewährungsauflage erteilt, dass der Angeklagte 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit ableisten muss. Steve hat nun die Möglichkeit, dagegen Einspruch einzulegen. Bis dahin wird das Verfahren ausgesetzt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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