Eifersucht? Schubser beim Dorffest endet tödlich

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Görlitz - Das 49. Dorffest im Boxberger Ortsteil Reichwalde (Landkreis Görlitz) endete am 19. Juli 2025 in einer Tragödie: Nach einem Schubser verletzte sich Fußballspieler Marian K. (39) so schwer, dass er wenige Tage später im Krankenhaus verstarb. Nun muss sich Eric T. (33) vor dem Görlitzer Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. War Eifersucht das Motiv?

Eric T. (33) schweigt zu den Vorwürfen.
Eric T. (33) schweigt zu den Vorwürfen.  © Picxell

Der angeklagte Elektriker sagt vor Gericht kein Wort, auch seine Verlobte Linda Z. (34) macht von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Doch zahlreiche Zeugen schildern übereinstimmend, was geschehen war: "Der stand mit der Frau und hat sich unterhalten", berichtet Michelle M. (20), die mit ihren Freunden auf der Bühne tanzte, über Marian und Linda.

"Der kam zu dem hin und hat den geschubst", so die Zeugin. Marian sei mit dem Hinterkopf gegen die Bühne geprallt und ohnmächtig geworden. Die Sicherheitsmänner hätten Eric T. dann vom Gelände geworfen.

Schockierende Anklage: Taxifahrer betäubt und verschleppt Frau in Wald
Gerichtsprozesse Sachsen Schockierende Anklage: Taxifahrer betäubt und verschleppt Frau in Wald

Der Bruder der Zeugin, Pascal M. (26), lief danach dem Angeklagten hinterher: "Ich habe ihn an der Feuerwehr gefunden", sagt er.

Marian K. (39) war wenige Tage nach dem unglücklichen Sturz gestorben.
Marian K. (39) war wenige Tage nach dem unglücklichen Sturz gestorben.  © Picxell
Vor Ort wird an den beliebten Fußballer erinnert.
Vor Ort wird an den beliebten Fußballer erinnert.  © Picxell

Zeugen belasten Angeklagten

Auf dem Festplatz soll es zu der Rangelei gekommen sein.
Auf dem Festplatz soll es zu der Rangelei gekommen sein.  © Picxell

"Er sagte, dass es ihm leidtut, dass er Blödsinn gemacht hat." Andere Zeugen gaben an, dass Linda und Marian vor Jahren mal ein Paar gewesen wären.

So gut wie alle schildern, dass Eric T. plötzlich schnellen Schritts angelaufen kam und ihn unvermittelt gestoßen habe. Nur ein Zeuge will davor noch einen minutenlangen Streit gesehen haben, aber auch hier sei der Stoß unvermittelt erfolgt.

Laut Gerichtsmedizinerin war Marian gar nicht gegen die Betonbühne geprallt. Die schweren Schädelbrüche stammten eher vom ungebremsten Aufschlagen des Kopfes auf der festgetretenen Festwiese.

Jahrelang hält er Polizei und Justiz in Atem: SEK muss renitenten Reichsbürger in den Knast bringen
Gerichtsprozesse Sachsen Jahrelang hält er Polizei und Justiz in Atem: SEK muss renitenten Reichsbürger in den Knast bringen

Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Montage: Picxell (2)

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Sachsen: