Er ist bei YouTube und TikTok aktiv: Influencer terrorisierte Sächsin

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Zwickau - Er tritt als Influencer auf Social-Media-Plattformen auf - am Dienstag stand Yusuf S. (28) unfreiwillig im Rampenlicht: Die Staatsanwaltschaft Zwickau warf ihm Missbrauch und Misshandlung einer Ex-Freundin (28) vor.

Yusuf S. (28) verdeckte vor Prozessbeginn sein Gesicht mit einer Mappe.
Yusuf S. (28) verdeckte vor Prozessbeginn sein Gesicht mit einer Mappe.  © Robert Preuße

Auf YouTube ist er seit 2019 aktiv, bei TikTok hat er mehr als 10.000 Follower. Doch auf diese Aufmerksamkeit vor dem Zwickauer Amtsgericht hätte er wohl gerne verzichtet. Laut Anklage machte Yusuf das Leben seiner damaligen Freundin zur Hölle.

So wollte die junge Frau im Februar 2022 Abstand zu dem Arbeitslosen gewinnen. Der fand sich damit nicht ab und trat die Tür zu ihrer Zwickauer Wohnung ein.

Bei einem späteren Treffen schlug er sie mehrmals und sperrte sie in ihrer Wohnung ein. Damit nicht genug: Im März 2022 vergewaltigte er sie - das Opfer ließ es über sich ergehen.

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Über seinen Anwalt räumte Yusuf alle Anklagepunkte ein - ohne ein Wort der Entschuldigung. Dem Influencer wurde zugutegehalten, dass er nicht vorbestraft ist, durch sein Geständnis dem Opfer eine erneute Aussage ersparte und zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluss stand.

Letztendlich kassierte der Wohnungslose unter anderem wegen Hausfriedensbruch, Freiheitsberaubung und Vergewaltigung eine Strafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung sowie 100 Arbeitsstunden.

Richter Heiko Eisenreich (59) sprach von einer "toxischen Beziehung" zwischen Täter und Opfer. Das Urteil ist rechtskräftig.

Titelfoto: Robert Preuße

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