Jugendliche an sächsischer Schule missbraucht? Anklage gegen Theaterpädagogen erhoben

Plauen - Es sind unfassbare Vorwürfe: Ein Theaterpädagoge soll im Rahmen eines Musical-Projekts an einem Gymnasium im Vogtland Jugendliche missbraucht haben. Nachdem die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hat, liegt der Fall nun beim Amtsgericht Plauen.

Der Theaterpädagoge soll unter anderem mit einem Jugendlichen Sex-Nachrichten ausgetauscht haben. (Symbolfoto)  © picture alliance / Andreas Franke

Der Dramaturg (Name der Reaktion bekannt), der mit einer Auszeichnung für junge Theaterleute bedacht wurde, war 2024 an der Schule als künstlerischer Leiter eines Musicals tätig gewesen. In dieser Zeit soll er einen damals 15- bzw. 16-jährigen Jungen an dessen Geschlechtsteil angefasst haben - obwohl dieser mehrmals sagte, dass der Pädagoge dies unterlassen soll. Auch den Bruder (16) des Opfers soll der Mann belästigt haben.

Damit nicht genug: Zudem soll der Mann laut Amtsgericht Plauen jugendpornografische Fotos hergestellt sowie Kinderpornos besessen haben. Darüber hinaus soll er mit einem Teenager (15) per WhatsApp sexualisierte Inhalte ausgetauscht haben.

So soll sich der Jugendliche auf einem Video sexuell befriedigt haben, nachdem ihm der Regisseur Vorteile bei dem Musical in Aussicht gestellt hatte.

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Eine Anfrage zu dem Fall wurde weder von der Schule noch der Anwaltskanzlei oder dem Pädagogen selbst beantwortet.

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Der Fall liegt aktuell am Amtsgericht Plauen.  © Ellen Liebner

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Anklage erhoben, aktuell gibt es ein Zwischenverfahren zu dem Fall: "Im sogenannten Zwischenverfahren haben der Angeklagte und seine Verteidiger derzeit die Gelegenheit, zu den Tatvorwürfen Stellung zu nehmen", erklärte die Direktorin des Amtsgerichts Sibylle Peters (63). Ob es zu einem Prozess kommt, ist daher noch ungewiss.

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