Mit Kabel gefesselt und missbraucht: Sachse gesteht brutale Vergewaltigung vor Gericht
Zwickau - Roberto R. (53) hatte ein sexuelles Verhältnis zu einer geistig behinderten Frau. Doch im Februar dieses Jahres eskalierte eine Begegnung komplett - er vergewaltigte die Frau laut Anklage äußerst brutal. Beim Prozessbeginn am Montag bestritt der Angeklagte noch alles - aber nicht lange.
Es war harter Tobak, den Staatsanwältin Jennifer Schneegans (30) am Zwickauer Landgericht verlas:
So soll Roberto R. die unter Betreuung stehende Frau am 15. Februar im Zwickauer Stadtteil Neuplanitz in seine Wohnung gelassen haben. Grund für die Begegnung soll eine Schwangerschaft gewesen sein, die jedoch abgebrochen wurde. Der Angeklagte sei der Vater gewesen, habe sie ihm damals offenbart.
Nach dem Gespräch "stellte der Angeklagte sich vor die Geschädigte und drückte sie rücklings auf das Sofa", so Schneegans. Dann soll er sich auf die Geschädigte gesetzt und ihre Hände mit einem Ladekabel gefesselt haben - obwohl die alkoholisierte Frau mehrmals gesagt habe, dass sie dies nicht wolle.
Laut Anklage erklärte Roberto, er wolle "ein Spiel spielen" - und vergewaltigte das Opfer.
Angeklagtem droht Haft
Zwischendurch soll es der Frau noch gelungen sein, einen Notruf abzusetzen. Nachdem der Angeklagte "fertig" war, floh das Opfer laut Staatsanwaltschaft aus der Wohnung und wurde halb entkleidet von der Polizei angetroffen.
Roberto kam in U-Haft, wurde zwischenzeitlich wieder auf freien Fuß gesetzt, weil von der Geschädigten ein Glaubwürdigkeitsgutachten eingeholt werden soll.
Nachdem Roberto den Sex unter Zwang zunächst bestritt ("Sie lügt!"), legte der Angeklagte jedoch ein Teilgeständnis ab: Laut Verteidiger soll der Sex zunächst einvernehmlich gewesen, dann die Situation allerdings eskaliert sein.
Dafür drohen dem mehrfach Vorbestraften zweieinhalb bis drei Jahre Knast. Der Prozess wird fortgesetzt.
Titelfoto: Sven Gleisberg

