Prozess nach Bluttat in Sachsen: Faustkampf unter Migranten endet in Messerstecherei
Zwickau - Mann gegen Mann: Aboubaker B. (22) lieferte sich mit einem anderen jungen Mann (25) einen Faustkampf in der Zwickauer Innenstadt. Als das Duell beendet schien, soll der Jüngere ein Messer gezückt und seinen Rivalen lebensgefährlich verletzt haben. Jetzt steht der Mann wegen versuchten Mordes vor Gericht.
Es war heftig, was Staatsanwältin Barbara Gremm (63) während der Anklageverlesung sagte: Der Marokkaner Aboubaker traf sich am Nachmittag des 26. Oktober 2025 auf dem Schuhmannplatz in Zwickau, nachdem er einen Bekannten zum Kampf aufgefordert hatte.
"Im sich anschließenden Faustkampf, wo jeder in Verletzungsabsicht einen Treffer landete, ging der Angeklagte zu Boden, was für den Geschädigten das Ende des Kampfes darstellte", so Barbara Gremm.
Doch damit fand sich Aboubaker laut Staatsanwaltschaft nicht ab. Der junge Mann stand wieder auf und soll ein Messer (Klingenlänge: 7 Zentimeter) gezückt und mehrfach auf den Tunesier eingestochen haben.
Das Opfer erlitt während der Messer-Attacke schwere Verletzungen - unter anderem im Bereich des rechten Brustmuskels, der rechten Lunge, sowie am Hals.
Laut Landgericht hörte der Angreifer erst auf, nachdem ein Begleiter zwischen die beiden Männer gegangen war. Das Opfer musste anschließend notoperiert werden.
Während des Prozessauftaktes am Zwickauer Landgericht schwieg der Angeklagte zunächst, könnte sich laut seines Verteidigers aber im weiteren Verlauf noch einlassen. Für den Prozess sind noch drei Termine angesetzt. Am 7. Mai geht es weiter.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)
