Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe: Widerlicher Masseur muss ins Gefängnis

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Zwickau - Er war Masseur und betreute Tausende von Kundinnen. Doch bei einigen Frauen nutzte Hüseyin C. (48) das Vertrauensverhältnis schamlos aus - und wurde sexuell übergriffig. Nun verurteilte das Landgericht Zwickau den Mann zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

Hüseyin C. (48, r.) muss für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.
Hüseyin C. (48, r.) muss für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.  © Sven Gleisberg

Das Urteil ist eindeutig: Hüseyin muss wegen Vergewaltigung in drei Fällen und sexuellen Übergriffs in sechs Fällen für fünf Jahre und sechs Monate hinter Gitter.

So fasste er einer Vielzahl von Kundinnen von März 2025 bis Januar 2026 nicht nur an Hals und Rücken - sondern auch deren Geschlecht an.

Während der türkische Angeklagte in den ersten Prozesstagen noch von einem Komplott sprach, so gaben die Zeugenaussagen ein anderes Bild ab, dem sich auch das Gericht anschloss. Über die Opfer sagte Richter Uwe Zierold (63): "Keine hatte ein Motiv den Angeklagten falsch zu belasten."

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Dabei hatte Hüseyin noch Glück: Weil er sich gegen Ende des Verfahrens doch noch seine Taten gestanden hatte, blieb ihm eine höhere Gefängnisstrafe erspart.

Zudem muss er einem seiner Opfer ein Schmerzensgeld in Höhe von 6000 Euro zahlen. Während der Urteilsverkündung schaute Hüseyin überwiegend auf den Boden.

Durch die Übergriffe hätten die Frauen keine körperlichen Schäden davon getragen. Allerdings haben die Vorfälle "seelische Wunden hinterlassen", so Jurist Zierold.

Das Massage-Studio des verurteilten Vergewaltigers befand sich in der Zwickauer Marienstraße.
Das Massage-Studio des verurteilten Vergewaltigers befand sich in der Zwickauer Marienstraße.  © Sven Gleisberg

Durch das Urteil bleibt der Haftbefehl aufrechterhalten - auch weil das Gericht von Fluchtgefahr ausgeht. Daneben wurde dem Ekel-Masseur die Gewerbeerlaubnis für sein Studio entzogen. Er selbst beteuerte, dass er nie wieder als Masseur tätig sein will.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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