Von Marie-Hélèn Frech
Erfurt - Während sie im Waschraum eines Mehrfamilienhauses zugange war, soll ein Mann seine Nachbarin heimtückisch mit einem Fleischerbeil attackiert haben.
Er sei mit erhobenem Beil auf die Frau zugestürmt und habe in Tötungsabsicht mit dem Beil auf den Kopf der Frau eingeschlagen, hieß es in der am Landgericht Erfurt verlesenen Anklage.
Sein mutmaßliches Motiv? Der 52-Jährige habe sich von den Geräuschen im Waschraum gestört gefühlt. Weil er zuvor Alkohol getrunken hatte, soll der Mann die Tat im Zustand der verminderten Einsichts- und Steuerungsfähigkeit begangen haben.
Direkt nach der Attacke mitten am Tag im November vergangenen Jahres soll der Angeklagte geflohen sein, weil er Schritte einer anderen Person gehört habe.
Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Tat ereignet haben soll, liegt in Mellingen im Landkreis Weimarer Land.
Versuchter Mord angeklagt
Die Staatsanwaltschaft Erfurt wirft dem 52-Jährigen unter anderem versuchten Mord vor. Die Frau habe nur überlebt, weil sie unmittelbar nach der Tat medizinisch behandelt worden sei. Sie erlitt laut Anklage eine knöcherne Schädelverletzung sowie Schnittwunden am Schädel und Verletzungen im Handbereich.
Die Aussicht besteht, dass sich der Angeklagte im Laufe des Prozesses einlassen wird.