Von Oliver Auster
Köln - Fast genau ein Jahr nach einem Brandanschlag auf die berühmte Maus-Figur in Köln hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt vorerst eingestellt.
Das sagte ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur.
Hintergrund: Es gibt keine Spuren mehr, denen man aktuell nachgehen könnte. Das Ermittlungsverfahren würde laut Staatsanwaltschaft aber wieder aufgenommen, "sofern sich künftig konkrete Anhaltspunkte für den oder die Täter ergeben".
Die Statue, die Passanten freundlich zuwinkt, war in der Nacht zum 26. Juli 2025 in Brand gesetzt und beschädigt worden. Die Polizei hatte Ende November Fotos des Verdächtigen veröffentlicht.
Vor einigen Wochen wurden sie aber wieder von der Fahndungsseite der Polizei gelöscht, weil die richterliche Erlaubnis abgelaufen war.
Unbekannter war über eine Stunde am Tatort
Nach früheren Angaben der Ermittler kam der Unbekannte mit einem Damenfahrrad zum Tatort und machte sich zwischen 23.35 Uhr und 0.40 Uhr an der Statue des Stars aus der "Sendung mit der Maus" zu schaffen.
"Der unbekannte Tatverdächtige hielt sich insgesamt über eine Stunde am Tatort auf und versuchte, das Feuer immer weiter mit Brennmaterial zu entfachen", hieß es damals in einem Aufruf an Zeugen. Als die Figur schließlich Feuer gefangen hatte, sei er mit dem Rad davongefahren.
Fans hatten die Maus nach dem Anschlag mit zahlreichen Pflastern an der "Brandwunde" versorgt. Ende August kehrte die Figur runderneuert an ihren alten Standort vor einem WDR-Gebäude zurück.