Aufarbeitung von Kindesmissbrauch: Es geht um das "Weiterbestehen des Christentums"

Köln/Fulda - Kurz vor Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda hat die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" eine überzeugende Nachfolgeregelung für den Missbrauchsbeauftragten Stephan Ackermann (59) angemahnt.

Christian Weisner von "Wir sind Kirche" appellierte am Montag in einer Online-PK an die Bischöfe, sich geschlossen für Reformen stark zu machen.
Christian Weisner von "Wir sind Kirche" appellierte am Montag in einer Online-PK an die Bischöfe, sich geschlossen für Reformen stark zu machen.  © Thomas Banneyer/dpa

Der Trierer Bischof Ackermann hatte im Mai seinen Rücktritt als Missbrauchsbeauftragter der Bischofskonferenz bekannt gegeben.

Die Aufarbeitung des massenhaften sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester muss nun neu geregelt werden.

Christian Weisner (Jahrgang 1951) von "Wir sind Kirche" appellierte am Montag in einer Online-PK an die Bischöfe, sich geschlossen für Reformen stark zu machen.

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"Sind sich die deutschen Bischöfe und Weihbischöfe bewusst, dass sie durch ihr Handeln oder Nichthandeln eine wesentliche Verantwortung tragen für das Weiterbestehen des Christentums in unserem Land und in unserer Kultur?", fragte Weisner.

Allein im vergangenen Jahr hatten in Deutschland 359.338 Katholiken ihrer Kirche den Rücken gekehrt, so viele wie noch nie.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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