Atlantic City (USA) - Eine Mittelschullehrerin aus New Jersey ist im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Betrugs- und Prostitutionsfall festgenommen worden. Die 35-jährige Amanda Crafts bestreitet jedoch jede Beteiligung.
Sie sei lediglich zum Feiern dort gewesen und zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, erklärte sie bei einer Gerichtsanhörung.
Wie die New York Post unter Bezugnahme auf Angaben der Polizei berichtete, soll Crafts gemeinsam mit einer 23-jährigen Freundin einen Mann in einem Hotelzimmer um 1250 US-Dollar gebracht haben.
Das mutmaßliche Opfer hatte die beiden Frauen zuvor an einer Bar im Casino-Hotel Caesars Atlantic City kennengelernt.
Laut Strafanzeige soll der Mann im Hotelzimmer entkleidet worden sein. Während Crafts ihn angeblich festhielt und sexuelle Handlungen ausführte, soll ihre Freundin mithilfe der Gesichtserkennung seines Smartphones Zugriff auf sein Apple-Pay-Konto erhalten und 1250 US-Dollar übertragen haben.
Crafts’ Anwalt weist die Vorwürfe gegen seine Mandantin entschieden zurück. Sie habe weder von angeblichen Prostitutionsabsichten gewusst noch den Mann festgehalten oder sich am mutmaßlichen Betrug beteiligt.
Nach Darstellung der Verteidigung sei die junge Lehrerin davon ausgegangen, dass die Beteiligten lediglich gemeinsam weiterfeiern wollten. Sie habe die Situation nicht als Treffen mit Bezahlung für sexuelle Dienstleistungen verstanden.
Lehrerin verliert nach Betrugs- und Prostitutionsvorwürfen ihren Job
"Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort", erklärte Crafts bei einer Videoanhörung. Ihr Anwalt betonte zudem, die Lehrerin sei zutiefst beschämt und habe mit den mutmaßlichen Straftaten nichts zu tun.
Beide Frauen wurden nach Angaben aus staatlichen Unterlagen zunächst in der Atlantic County Justice Facility festgehalten und am 15. Oktober wieder freigelassen.
Für Crafts hat der Fall jedoch berufliche Konsequenzen: Sie war seit 2016 als Informatiklehrerin an der Middle Township Middle School tätig. Am 19. Oktober informierte die Schulleitung Eltern und Mitarbeiter darüber, dass Crafts nicht mehr beim Schulbezirk beschäftigt sei.