Kinder prügeln Mitschüler zu Tode, entstellen ihn bis zur Unkenntlichkeit: Das droht ihnen jetzt

Hebei (China) - Drei Kindern in China droht die Todesstrafe. Sie werden beschuldigt, einen 13-jährigen Klassenkameraden zu Tode geprügelt und ihn "bis zur Unkenntlichkeit entstellt" zu haben.

Die Leiche des 13-Jährigen begruben die minderjährigen Täter in einem stillgelegten Gewächshaus. (Symbolbild)
Die Leiche des 13-Jährigen begruben die minderjährigen Täter in einem stillgelegten Gewächshaus. (Symbolbild)  © 123rf.com/schan

Die drei Verdächtigen aus der nordchinesischen Provinz Hebei, die zum Zeitpunkt des Mordes alle unter 14 Jahre alt waren, sollen ihren Mitschüler über einen längeren Zeitraum gemobbt haben, bevor sie ihn im März töteten und seine Leiche in einem verlassenen Gewächshaus begruben, berichtete Daily Mail.

"Er wurde bei lebendigem Leibe verprügelt und sein Körper bis zur Unkenntlichkeit entstellt", schrieb der Vater des Opfers mit gebrochenem Herzen auf Douyin, der chinesischen Version von TikTok. Der Mann hoffe, dass die Mörder "hart bestraft" werden und für die Tat "mit ihrem Leben bezahlen".

Die grausamen Details in diesem Fall lenkten die öffentliche Aufmerksamkeit darauf, wie die Gesetzgebung mit Jugendlichen umgeht, denen schwere Verbrechen vorgeworfen werden.

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2021 senkte China das Alter für die Strafmündigkeit bei "Sonderfällen" wie die Tötung durch "extrem grausame Vorgehensweise" von 14 auf zwölf. Das bedeutet, dass den Tätern im vorliegenden Mord die Todesstrafe drohen könnte.

Die letzten Momente vor dem Tod des 13-Jährigen zeichneten Überwachungskameras auf. In dem Filmmaterial vom 10. März ist zu sehen, wie der Schüler auf einem Roller saß und von drei Klassenkameraden umringt wurde.

Eine Stunde später ging das Telefon des Jungen kaputt. Weil seine Familie ihn nicht mehr erreichte, begann eine verzweifelte Suche nach dem Teenager.

Das Opfer wurde von seinen Peinigern gemobbt

Die Täter mobbten ihr Opfer, bevor sie es schließlich töteten. (Symbolbild)
Die Täter mobbten ihr Opfer, bevor sie es schließlich töteten. (Symbolbild)  © 123rf.com/aarengoldin

Erst am nächsten Tag machte die Polizei einen erschreckenden Fund: Die Leiche des vermissten 13-Jährigen wurde entdeckt, sie war unter einer Plane in einem verlassenen Gemüsegewächshaus begraben.

Die Polizei identifizierte das Opfer schnell. In einer Erklärung vom 17. März hieß es, dass der Junge am 10. März getötet wurde. Die drei Verdächtigen seien am folgenden Tag festgenommen worden.

Laut den Ermittlern begingen sie das Verbrechen vorsätzlich. Demnach hätten sie die Grube, in die sie später die Leiche legten, zweimal ausgehoben: einmal am Tag vor dem Mord und dann noch einmal am Tattag selbst.

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Die Familie des getöteten Teenagers sagte, dass der Junge schon seit Langem ein Mobbingopfer gewesen sei. Zudem hätten seine Peiniger ihn gezwungen, ihnen Geld zu geben.

Am Sonntag teilte der Staatsanwalt der Provinz Hebei mit, dass er ein Ersuchen der Polizei erhalten habe, die drei Verdächtigen wegen vorsätzlich begangenen Mordes vor Gericht zu stellen. "Die Umstände sind schwerwiegend und die Täter sollten strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden", teilte sein Büro mit.

Nach chinesischem Recht wird Mord mit Gefängnis oder der Todesstrafe bestraft.

Ein Strafverteidiger aus Peking, der mit dem Fall nichts zu tun hat, sagte, der Mord an dem 13-Jährigen sei der jüngste in einer Reihe von Tötungsdelikten, die von Kindern oder Jugendlichen in China begangen wurden, was eine Debatte darüber ausgelöst hat, wie alt ein Kind sein müsse, bevor es für ein Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden kann.

Titelfoto: 123rf.com/schan

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