Key West (Florida/USA) - Eigentlich waren die beiden gute Bekannte. Doch dann rastete einer der beiden plötzlich aus - und brachte den anderen um.
Wie Local 12 berichtete, stand Lloyd Preston Brewer III (60) vergangene Woche vor Gericht und wurde dort des Mordes verurteilt. Seine Strafe wird Ende Februar verlesen, solange bleibt er ohne Kaution in Untersuchungshaft.
Doch was genau ist eigentlich passiert? Am 13. Februar 2023 soll der 21-jährige Garrett Hughes im betrunkenen Zustand gegen ein Einkaufszentrum gepinkelt haben.
Brewer bemerkte, was passierte, und schien daraufhin völlig die Kontrolle zu verlieren. Wie die Aufnahme einer Überwachungskamera zeigt, griff er nach seiner Waffe gegriffen und schoss dem Jüngeren in den Unterleib.
Freunde, die Zeugen des schrecklichen Vorfalls geworden sind, alarmierten zwar sofort die Polizei. Leider kam für Hughes jede Hilfe zu spät. Er war bereits tot, bevor die Einsatzkräfte ihn zum Krankenhaus bringen konnten.
Täter plädiert auf Notwehr
Brewer wurde noch vor Ort festgenommen und schließlich in Untersuchungshaft gebracht.
Zwar behauptete er inständig, dass er aus Notwehr gehandelt habe. Der Staatsanwalt zeigte jedoch keine Gnade gegenüber dem damals 57-Jährigen, wie Local 10 berichtete. Demnach habe es keinen ersichtlichen Grund zur Notwehr gegeben, "da der Junge nie bewaffnet war und sich nie auf den Schützen zubewegt" habe. Ganz im Gegenteil: "Der Schütze ging auf ihn zu."
Brewer droht nun eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung.
Was außerdem gegen ihn spricht: Das Gebäude, an das der junge Mann gepinkelt hatte, gehörte Brewer. Ob bei ihm deswegen die Sicherungen durchbrannten, ist unklar. Er selbst stand zum Tatzeitpunkt ebenfalls unter Alkoholeinfluss.
Kurz vor der Tat soll er noch gemeinsam mit dem 21-Jährigen in einem nahe gelegenen Lokal getrunken haben.