Von Christopher Hirsch
Rostock - Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow setzt das Landgericht Rostock nach einer dreiwöchigen Pause am Donnerstag (9.30 Uhr) den Mordprozess fort.
Geplant sind am 33. Prozesstag die Schlussvorträge der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreterin, also von Christine Habetha, der Anwältin von Fabians Mutter.
"Die Vorbereitungszeit ist umfangreich, da eine Zusammenfassung der Ermittlungsergebnisse erfolgen soll", erklärte vorab Oberstaatsanwalt Harald Nowack.
Habetha sprach von etwa 20 bis 30 Seiten Notizen, die sie sich für den Schlussvortrag gemacht habe. "Ich werde mich ganz konzentrieren auf das Kind Fabian." Sie wolle dem Jungen eine Stimme geben.
Neben der Frage, inwiefern die Schuld der Angeklagten nachgewiesen worden ist oder nicht, wird es erwartungsgemäß auch um die Schuldfähigkeit und das geforderte Strafmaß gehen. Am Freitag soll die Verteidigung plädieren.
Laut Anklage soll die 30 Jahre alte Beschuldigte Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen haben.
Das Tatmotiv soll demzufolge mit ihrer Beziehung zu Fabians Vater zusammenhängen. Die Angeklagte streitet die Vorwürfe ab.