Rostock - Der Prozess um den vor rund einem Jahr getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow geht in eine neue Runde. Was am heutigen Freitag für den 34. Verhandlungstag geplant ist.
Auf dem Programm stehen ab 9.30 Uhr die Schlussvorträge der Verteidigung.
Nach früherer Aussage des Verteidigers Andreas Ohm wollen er und der zweite Verteidiger, Thomas Löcker, jeweils eigene Plädoyers halten.
Sind diese abgeschlossen, hätte die Angeklagte danach die Gelegenheit, das letzte Mal ihr Wort vor einem Urteil zu ergreifen, dessen Verkündung für den 10. November erwartet wird.
Laut Anklage soll die Frau Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl, rund 15 Kilometer von Güstrow entfernt, erstochen und die Leiche anschließend angezündet haben. Die Angeklagte streitet die Vorwürfe ab.
Am Donnerstag hielt unter anderem die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer. Sie beantragte eine Verurteilung der Angeklagten wegen Mordes, eine lebenslange Haftstrafe sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.
Im Falle eines entsprechenden rechtskräftigen Urteils wäre eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.
Auch Christine Habetha, die Fabians Mutter als Nebenklägerin vertritt, schloss sich in ihrem Plädoyer am Donnerstag den Anträgen der Staatsanwaltschaft an.