Nach verbotenem Aufnahmeritual: Verdacht gegen Elitepolizei Leipzig erhärtet sich

Leipzig/Dresden - Bei den Ermittlungen wegen eines verbotenen Aufnahmerituals beim Mobilen Einsatzkommando (MEK) Leipzig hat sich der bestehende Verdacht erhärtet.

Beim MEK in Leipzig soll es 2020 ein verbotenes Aufnahmeritual gegeben haben, bei dem mit Farbmunition auf neue Einsatzkräfte geschossen wurde. (Symbolbild)
Beim MEK in Leipzig soll es 2020 ein verbotenes Aufnahmeritual gegeben haben, bei dem mit Farbmunition auf neue Einsatzkräfte geschossen wurde. (Symbolbild)  © Bodo Marks/dpa

Das sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Dresden auf Anfrage. Die Ermittlungen dauerten an. Konkrete Angaben machte sie nicht. Ermittelt wird gegen 25 MEK-Angehörige und eine Polizeiärztin wegen des Aufnahmerituals.

Im Dezember 2020 soll für zwei neue Kommando-Angehörige eine verbotene "Abschlussprozedur" zum Ende ihrer Probezeit abgehalten worden sein.

Einer der beiden sei mit mehreren Schüssen aus einer Übungswaffe getroffen und verletzt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Es sei eine nicht tödliche Übungsmunition zur Farbmarkierung abgefeuert worden.

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Das Landeskriminalamt (LKA) hatte bereits zwei Führungskräfte suspendiert.

Der Fall in Leipzig war laut LKA im Zuge der Munitionsaffäre des MEK Dresden ans Licht gekommen.

Bei dem Skandal geht es um den Diebstahl von 7000 Schuss Munition. Damit soll ein Schießtraining auf einer privaten Anlage in Mecklenburg-Vorpommern bezahlt worden sein.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

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