Von Frank Christiansen, Janina Rößler
Castrop-Rauxel - Ein 17 Jahre alter Jugendlicher ist in Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen stark blutend von einem Passanten entdeckt worden und trotz Rettungsmaßnahmen gestorben - jetzt liegen neuen Erkenntnisse vor!
Ein gleichaltriges Mädchen sei daraufhin an ihrer Wohnadresse festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Sie berufe sich auf eine Notwehrsituation. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.
Wie die Polizei nun mitteilte, ist der Jugendliche an einem Stich mit einem spitzen Gegenstand in den Halsbereich verstorben.
Die Tatverdächtige gab zudem zu, in Bezug auf den Tatort gelogen zu haben - sie habe die falschen Angaben zunächst aus Angst vor ihren Eltern gemacht.
Die Spuren weißen nun daraufhin, dass sich der Verbrechensort auf einer Terrasse eines leerstehenden Gebäudes an der Wartburgstraße 115 befand - in der Nähe wurde der 17-Jährige wenig später aufgefunden.
17-Jähriger soll Tatverdächtige belästigt haben
Dort sollen sich die beiden Teenager zunächst nach ihren Angaben nach freiwillig getroffen haben, die beiden waren keine Unbekannten und hätten schon zuvor Kontakt gehabt.
Während des Treffens habe das später Opfer die Jugendliche jedoch bedrängt und sei sexuell übergriffig geworden.
Die Tatverdächtige habe ihm daraufhin mehrmals zu verstehen gegen, dass sie dies nicht möchte und sich später mit ihren Händen und Pfefferspray verteidigt.
Schließlich habe sie nach dem spitzen Gegenstand gegriffen und mit diesem ohne Tötungsvorsatz in Richtung des Verstorbenen gestochen - anschließend lief sie zu ihrer Wohnung.
Nach der Befragung wurde die 17-Jährige freigelassen, die Ermittlungen dauern an.
Erstmeldung vom 15. Januar, um 11.15 Uhr, zuletzt aktualisiert am 16. Januar um 12.08 Uhr.