Angreifer hielt Polizistin Messer an Kehle: Tödlicher Schuss eines Kollegen war Nothilfe

Zülpich – Zwei Monate nach dem Tod eines Randalierers durch den Schuss aus einer Polizeiwaffe sind die Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten eingestellt worden.

Der Tatort in Zülpich wurde nach der Tat weiträumig abgesperrt.
Der Tatort in Zülpich wurde nach der Tat weiträumig abgesperrt.  © Sebastian Klemm

Es habe sich in Zülpich um Nothilfe gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft in Bonn am Mittwoch mit.

Die Schussabgabe auf den Kopf des 31-Jährigen sei gerechtfertigt gewesen, da dieser eine Polizeibeamtin in den Schwitzkasten genommen und mit einem Messer am Hals bedroht hatte.

Der etwa vier Meter entfernt stehende Polizeibeamte habe keine andere Möglichkeit gehabt, "als den Angriff auf die Kollegin dadurch abzuwehren, dass er einmal auf den Kopfbereich schoss".

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Die Polizei war am 24. Oktober alarmiert worden, weil der 31-Jährige versuchte, gewaltsam in das Haus seiner Eltern in Zülpich (Kreis Euskirchen) einzudringen. Der Mutter hatte den Notruf gewählt. Nach Angaben der Ermittler hatte der Beamte nur einen Schuss abgegeben.

Der 31-Jährige war vor Ort gestorben.

Titelfoto: Sebastian Klemm

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