"Baller-Liquid" im Bus? Junger Mann bricht nach Vape zusammen
Von Lena Brandner
Rehau - Ein 23-Jähriger hat auf einer Busfahrt am Montag von Münchberg nach Rehau das Bewusstsein verloren, nachdem er an seiner Vape gezogen hat. Schuld daran könnte das sogenannte "Baller-Liquid" gewesen sein.
Dabei handelt es sich demnach um illegale, künstlich hergestellte Substanzen, die erhebliche Gesundheitsrisiken bergen.
Der 23-Jährige sei nach seinem Kollaps auf der Fahrt nach Rehau (Landkreis Hof) ins Krankenhaus gekommen, so die Polizei. Nach Angaben von Mitfahrenden habe der Mann das Liquid in seinem Vape von einer bislang unbekannten Person bekommen.
Ob das Liquid den Zusammenbruch des Mannes am Montag verursacht habe, werde derzeit ermittelt.
Die Ermittler prüfen laut Polizei zudem einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
"Baller-Liquids" können lebensbedrohlich sein
Die gefährlichen Liquids für E-Zigaretten und Vapes enthalten laut Polizei synthetische Cannabinoide und können schwere körperliche und psychische Nebenwirkungen hervorrufen, darunter Herzrasen, Krampfanfälle, Panikattacken und Psychosen.
Im schlimmsten Fall seien die Substanzen lebensbedrohlich. In Bayern seien sie bisher vor allem in Hochfranken unter Jugendlichen verbreitet. Sie sind laut Polizei auch als "Zombie-Liquid" oder "Görke" bekannt.
Titelfoto: Robert F. Bukaty/AP/dpa (Symbolfoto)
