Beschlagnahmung von Hund läuft völlig aus Ruder: Spezialkräfte müssen eingreifen
Von Jenny Tobien, Jan Höfling
Offenbach am Main - Weil eine Frau bei der geplanten Beschlagnahmung ihres Hundes die angerückten Mitarbeitenden der Stadt Offenbach bedroht haben soll, ist es am Montagmorgen zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen.
Die Bewohnerin habe sich in ihre Wohnung in der Spießstraße im Offenbacher Stadtteil Buchhügel zurückgezogen und sich außerdem unkooperativ verhalten. Auch sei die Frau in einem emotional "stark aufgewühlten Zustand" gewesen, teilte das Polizeipräsidium Südosthessen am Abend mit.
In diesem Zusammenhang soll die Hundehalterin die eingesetzten Kräfte unter anderem bedroht und sie mit Gegenständen beworfen haben, hieß es.
Damit nicht genug: "Da sie äußerte, dass sie eine Schusswaffe habe und drohte, diese einzusetzen, wurden Spezialkräfte der Polizei hinzugezogen."
Der Bereich um die Wohnung wurde abgesperrt.
Offenbach am Main: Frau nach Festnahme in Fachklinik gebracht
Die Spezialkräfte konnten die Frau schlussendlich am Montagnachmittag bei einem geplanten Zugriff im Zuge einer zuvor angeordneten Wohnungsdurchsuchung unverletzt festnehmen. Sie wurde anschließend in eine Fachklinik eingewiesen.
Bei der Durchsuchung ist demnach auch der Hund entdeckt worden, der danach wie geplant aus tierschutzrechtlichen Gründen beschlagnahmt wurde. Gegen die Frau laufen Ermittlungen unter anderem wegen Verdachts der Bedrohung.
Titelfoto: 5VISION.NEWS
