Betrug über Online-Anzeige: Sachse verliert 150.000 Euro

Zwickau - Ein Mann aus dem Landkreis Zwickau ist in den vergangenen Monaten Opfer von Internetbetrügern geworden und hat dabei eine sechsstellige Summe verloren.

Der Mann aus dem Landkreis Zwickau hatte erst nur 1000 Euro investiert, am Ende verlor er rund 150.000 Euro. (Symbolfoto)
Der Mann aus dem Landkreis Zwickau hatte erst nur 1000 Euro investiert, am Ende verlor er rund 150.000 Euro. (Symbolfoto)  © Patrick Seeger/dpa

Der Betrug begann im vergangenen Spätsommer. Im August 2025 war der Sachse über eine Online-Anzeige auf eine Plattform für angebliche Investments im Bereich der künstlichen Intelligenz gekommen.

Wie die Polizei am Mittwoch berichtet, bewegten die mutmaßlichen Täter den Mann dazu, 1000 Euro in ein angeblich bekanntes Unternehmen zu investieren.

"Nach einigen Wochen wollte sich der Geschädigte das Guthaben, das nach Angaben der Unbekannten auf etwa 40.000 Euro angewachsen war, auszahlen lassen", so ein Polizeisprecher.

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Statt aus dem vorgegaukelten Geldzuwachs seinen Gewinn zu bekommen, steckte der Sachse aber noch mehr Geld in die mutmaßlichen Investitionen. Die Berater gaben dazu Transaktionskosten und staatliche Kontrollen vor, weshalb zwischenzeitlich weitere Anlagen in Kryptowährungen nötig seien.

Dafür überwies der Mann insgesamt etwa 150.000 Euro auf fremde Konten, da er annahm, so Kryptowerte zu erwerben.

Polizei rät zu gesundem Misstrauen bei verlockenden Angeboten im Internet

Die Polizei warnt vor solchen oder ähnlichen Betrugsmaschen im Internet, denn inzwischen stellen nicht nur infizierte E-Mail-Anhänge, Downloads oder Internetseiten Sicherheitsrisiken dar.

"Vielmehr sollten alle Internetnutzer sich auch in der digitalen Welt mit einer gesunden Portion Misstrauen bewegen", warnt die Polizei Sachsen auf ihrer Homepage.

So sollte man bei verlockenden Angeboten in Online-Shops oder Offerten von Unbekannten in sozialen Netzwerken sehr vorsichtig sein. Zu einfache oder kurze Passwörter für Profile oder andere Anwendungen stellen zudem ein weiteres Sicherheitsrisiko dar und erhöhen die Gefahr, Opfer von Cyberkriminellen zu werden.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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