Kinder verdächtig angesprochen? Sächsische Polizei äußert sich zu Warnmeldungen
Dittersbach - Eltern in den Landkreisen Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge leben seit Wochen in Angst. Grund sind Warnmeldungen, die seit Anfang des Jahres im Umlauf sind und sich um verdächtiges Ansprechen von Kindern drehen. Die Polizei kann nun endlich Entwarnung geben.
In den Meldungen geht es um zwei Vorfälle, die sich in der Region zugetragen haben sollen.
In Dittersbach soll ein Mädchen aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Damit sie näher kommt, hätten die Personen ihr angeblich einen Lolli angeboten.
Beim anderen Vorfall wäre ein Junge zwischen Bernstadt und Altbernsdorf von einem Unbekannten auf einen Angelausflug angesprochen worden.
Die Nachforschungen der Polizei brachten die Erkenntnis, dass der Fall in Dittersbach tatsächlich stattgefunden hat - allerdings wurde das Mädchen nicht wie berichtet mit einer Süßigkeit gelockt. Bei der Situation in der letzten Januarwoche ging direkt eine Anwohnerin dazwischen, es kam laut Ermittlern "kein Gespräch zustande".
Bei dem Gespräch zwischen dem Angler und dem Jungen in Bernstadt lag eine Verwechslung vor. Der Mann hätte sich dem Kind nicht genähert und ging weiter, als er merkte, dass er sich geirrt hatte.
Die Warnmeldungen, die von zahlreichen Usern in ihrem Status geteilt wurden, sind nicht von den Eltern der betroffenen Kinder erstellt worden. Die Polizei warnt davor, derartige Nachrichten "ungeprüft weiterzuleiten".
Gerüchte schüren Angst und Unsicherheit
"So nehmen Falschmeldungen sowie Gerüchte schnell an Fahrt auf und schüren Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung", heißt es in einer Meldung der Görlitzer Polizeidirektion.
Würden die eigenen Kinder von einem derartigen Vorfall berichten und von Unbekannten angesprochen worden sein, sollte vor allem Ruhe bewahrt werden. Wichtig sei es, seinen Kindern zu glauben und alle Details zu notieren, um die Situation anschließend bei der Polizei zu melden.
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