Von Aleksandra Bakmaz
Crailsheim/Stuttgart - Ein 27-jähriger Jäger, der gedroht haben soll, in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen möglichst viele Menschen zu töten, ist einen Tag vor Weihnachten aus der U-Haft entlassen worden.
Der Mann aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) sei gegen Kaution und unter Auflagen wieder auf freiem Fuß, bestätigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Anfrage. Zu den Auflagen zählt unter anderem der Verzicht auf seinen Jagd- und Waffenschein.
Der Deutsche war Anfang November festgenommen worden. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt.
Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden Ermittler fünf Schusswaffen, mehrere Messer sowie eine größere Menge Munition. Als Inhaber eines Jagdscheins soll er diese Waffen legal besessen haben.
Der Beschuldigte ist laut Staatsanwaltschaft bislang nicht vorbestraft. Die Ermittlungen dauern trotz der Freilassung an.
Der Haftbefehl gelte noch, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde. Er sei unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Fluchtgefahr sei durch die Kaution und Auflagen minimiert.