Unfall in letzter Sekunde verhindert: Unbekannte stellen "Todesfalle" auf

Bremen - Ein gefährlicher Vorfall auf der A281 hat in der Nacht zu Samstag umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ausgelöst. Unbekannte hatten einen Sattelauflieger so auf der Fahrbahn abgestellt, dass sämtliche Fahrstreifen blockiert wurden. Die Behörden gehen derzeit von einer vorsätzlichen Tat aus und ermitteln wegen versuchten Tötungsdelikts. Am Montag wurde zudem bekannt, dass es nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen sein soll.

Unbekannte hatten in der Nacht auf Samstag mit einem unbeladenen Sattelauflieger die A281 blockiert.
Unbekannte hatten in der Nacht auf Samstag mit einem unbeladenen Sattelauflieger die A281 blockiert.  © Polizei Bremen

Nach Angaben der Polizei Bremen ereignete sich der Vorfall in Fahrtrichtung A27 zwischen den Anschlussstellen Strom und Seehausen.

Einsatzkräfte entdeckten dort einen schwarzen, unbeladenen Sattelauflieger, der quer über beide Fahrstreifen sowie den Seitenstreifen stand. Da sich keine Ladung auf dem Auflieger befand, sei das Hindernis vor allem bei Dunkelheit nur schwer zu erkennen gewesen.

Ein 64-jähriger Lkw-Fahrer sagte gegenüber der Polizei aus, dass er den Auflieger erst im letzten Moment wahrgenommen habe und nur durch eine sofortige Gefahrenbremsung einen schweren Unfall verhindern konnte.

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Anschließend setzte er sein Fahrzeug einige Meter zurück, um andere Verkehrsteilnehmende zu warnen. "Aufgrund der Feststellungen am Tatort ist zum jetzigen Zeitpunkt von einer vorsätzlichen Tat auszugehen, da das Abstellen des Aufliegers auf der Autobahn ein Rangieren und weitere Arbeitsschritte voraussetzt", erklärte Polizeisprecher Nils Matthiesen gegenüber TAG24.

Dass niemand verletzt wurde, sei "lediglich dem Glück und der vorbildlichen Reaktion des 64-Jährigen zu verdanken".

Nach weiteren Vorfällen mit Sattelauflieger: Polizei richtet Sonderermittlungsgruppe ein

Die Polizei sucht nun Zeugen.
Die Polizei sucht nun Zeugen.  © Soeren Stache/dpa

Die Polizei Bremen hat zur Verstärkung der Ermittlungen die Sonderermittlungsgruppe "EG Strom" eingerichtet, wie Pressesprecherin Franka Haedke am Montag mitteilte.

Die Beamten prüfen derzeit zwei weitere Fälle: Am Sonntag wurde ein weiterer Sattelauflieger auf einem gesperrten Fahrstreifen der A281 abgestellt gemeldet.

Außerdem untersucht die Polizei einen ähnlichen Fall vom 21. Dezember, als nachts ein gestohlener 12-Tonner bei der Auffahrt Strom quer auf der Fahrbahn stand. Auch in den beiden Fällen wurden glücklicherweise keine Menschen verletzt.

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Die Polizei Bremen bewertet die Vorfälle dennoch als "äußerst gefährlich" und sucht nun Zeugen.

Wer die in der Nacht zu Samstag im Bereich der A281 verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Sattelauflieger geben kann, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Nummer 0421 362-3888 zu melden.

Erstmeldung vom Samstag, 24. Januar 2026, aktualisiert am 26. Januar 2026, um 12.37 Uhr.

Titelfoto: Polizei Bremen

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