Mutter und Tochter werden vermisst: Kurz darauf macht die Polizei einen schrecklichen Fund

Mainz - War es eine Verzweiflungstat oder ein brutales Gewaltverbrechen? Nach dem Tod einer Frau und ihrer kleinen Tochter steht die Polizei derzeit vor vielen Rätseln.

Die Polizeibeamten konnten Mutter und Tochter nur noch tot in ihrer Wohnung auffinden. (Symbolfoto)
Die Polizeibeamten konnten Mutter und Tochter nur noch tot in ihrer Wohnung auffinden. (Symbolfoto)  © 123RF/majestix72

Am Dienstagabend wurden eine Frau und ihre Tochter in einer Wohnung in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz tot aufgefunden. Neben der Polizei schaltete sich auch die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen ein.

Wie ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Mainz am frühen Mittwochabend mitteilte, waren die 47 Jahre alte Frau und ihre Tochter (9) zuvor von Angehörigen bei den Ordnungshütern als vermisst gemeldet worden.

Infolge der Suchmaßnahmen hatten sich die Beamten zur Wohnung der beiden Vermissten begeben, die sich im Stadtteil Mainz-Bretzenheim befand.

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Nach dem Öffnen der Wohnungstür bot sich den Ermittlern ein schreckliches Bild: Im Inneren des Apartments stießen die Polizisten auf die Leichen der vermissten Mutter und ihrer Tochter. Wie sie ihr Leben verloren haben, ist nun Teil der weiteren Ermittlungen.

In diese schaltete sich auch die Staatsanwaltschaft der Stadt Mainz ein und beauftragte ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren.

Seelsorger für Angehörige von Mutter und Tochter sowie Mitschüler stehen zur Verfügung

Dieses käme immer dann zum Tragen, wenn Menschen auf nicht natürliche Art und Weise ums Leben kommen. Nun muss ermittelt werden, ob ein Fremdverschulden vorlag oder ob es sich bei dem Vorfall um einen erweiterten Suizid gehandelt haben könnte. Eine konkrete Verdachtsperson solle es Stand jetzt jedoch nicht geben.

Derweil wurde für die Angehörigen von Mutter und Tochter sowie für die Mitschüler des Kindes ein Angebot von Seelsorgern und von einem Kriseninterventionsteam zur Verfügung gestellt.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über erweiterte Suizide oder Selbstverletzungen. Da dieser Vorfall aber seitens der Polizei öffentlich bekannt gemacht wurde und ein Gewaltverbrechen zunächst nicht ausgeschlossen werden kann, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: 123RF/majestix72

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