Opfer von "Sextortion"? Mann reagiert richtig, das rät die Polizei

Mainz - Das dürfte er sich sicherlich anders vorgestellt haben: Ein 28 Jahre alter Mann ist über eine Dating-App mit einer vermeintlich weiblichen Person in Kontakt gekommen und von der Online-Bekanntschaft erpresst worden.

Ein Mann (28) ist im Netz erpresst worden. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Wie die Mainzer Polizei am Dienstag mitteilte, ist der Geschädigte nicht auf den Erpressungsversuch eingegangen und hat stattdessen am Montag bei den zuständigen Beamten eine Anzeige erstattet.

Den Angaben des Mannes zufolge hatte sich die Unterhaltung mit der unbekannten Person zügig von der Dating-Plattform auf Snapchat verlagert.

Auf dem Messengerdienst wurde er demnach mehrfach und mit Nachdruck aufgefordert, zunächst Bilder seines Gesichts und anschließend auch unbekleidete Aufnahmen zu versenden.

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Der Geschädigte kam der Aufforderung teilweise nach, Intimaufnahmen verschickte er aber nicht.

Im Anschluss wurde der 28-Jährige dennoch zur Zahlung eines Geldbetrages in Höhe von 900 Euro aufgefordert - gekoppelt an die Drohung, das Video bei Ausbleiben der Zahlung über Instagram allen Kontakten des Geschädigten zukommen zu lassen.

Das Opfer fertigte mehrere Screenshots der Kommunikation an, es folgte die Anzeige. Darüber hinaus meldete er das Nutzerprofil bei der jeweiligen Plattform. Nach aktuellem Stand wurde das Video bislang nicht im Internet verbreitet.

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Opfer von "Sextortion"? Polizei rät: Beweise sichern und Anzeige erstatten

Die Polizeibeamten weisen im Zusammenhang mit dem Fall in Mainz erneut deutlich darauf hin, bei Kontakten im Netz mit unbekannten Personen besondere Vorsicht walten zu lassen und keine sensiblen oder intimen Aufnahmen zu versenden.

Im Falle entsprechender Drohungen wird dringend empfohlen, keinesfalls auf gestellte Forderungen einzugehen. Stattdessen sollten Beweise gesichert und die Polizei eingeschaltet werden - so wie es der Geschädigte getan hat.

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