Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche: Vorsicht, wenn "Mr. Lucas" anruft!

Köln - Die Kölner Polizei hat nach einigen Vorfällen in der jüngsten Vergangenheit vor einer neuen Betrugs-Masche gewarnt: Die Betrüger geben sich dabei dreist als Europol-Beamte aus und versuchen ihre Opfer gnadenlos abzuzocken.

Aus aktuellem Anlass hat die Kölner Polizei eindringlich vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt, bei der sich am Telefon ein "Mr. Lucas" bei den Opfern meldet. (Symbolbild)
Aus aktuellem Anlass hat die Kölner Polizei eindringlich vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt, bei der sich am Telefon ein "Mr. Lucas" bei den Opfern meldet. (Symbolbild)  © 123rf/gajus

Laut Mitteilung der Polizei waren innerhalb der letzten Tage bereits sieben Anzeigen bei den Beamten eingegangen. Die dabei entstandene Schadenssumme liege inzwischen im vierstelligen Bereich, wie es hieß.

Die Betrüger kontaktierten ihre Opfer demnach stets per Telefon und gaben sich zunächst als "Mr. Lucas" aus - einem angeblichen Mitarbeiter der europäischen Polizeibehörde Europol.

Um glaubwürdig zu wirken, hätten die Täter dabei Englisch gesprochen und sich anhand einer angeblichen Identifikationsnummer, der sogenannten "Badge-ID", legitimiert.

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Die Gauner gaukelten ihren Opfern anschließend vor, dass ihr Geld in Gefahr sei: Ermittlungen hätten angeblich ergeben, dass Drogenkuriere persönliche Daten und Kontoverbindungen für die Anmietung von Autos nutzen würden, schwindelten sie.

So müsse das Vermögen der Leute nun schnellstmöglich auf einem von Europol eigens dafür eingerichteten Konto im Ausland gesichert werden.

Fälle der Europol-Betrugsmasche in ganz Deutschland gemeldet

Die Polizei hat vor Betrug durch falsche Europol-Mitarbeiter gewarnt, die ihre Opfer per Telefon kontaktieren. (Symbolbild)
Die Polizei hat vor Betrug durch falsche Europol-Mitarbeiter gewarnt, die ihre Opfer per Telefon kontaktieren. (Symbolbild)  © 123rf/foottoo

Im weiteren Verlauf forderten die Betrüger die Geschädigten auf, die App "Anydesk" auf ihr Handy zu laden, um direkten Zugriff auf das Computersystem zu erhalten.

In Wahrheit sei bei diesem Vorgang jedoch der Bildschirminhalt gespiegelt worden, sodass alle Kontoaktivitäten der Angerufenen sichtbar waren und die Betrüger die Überweisung nach Belieben steuern konnten.

Nach erfolgtem Zahlungseingang behaupteten die Gauner, das Geld könne mittels Videoanruf-Legitimation wieder zurückgeholt werden. Als die Opfer allerdings dort anriefen, war die Nummer nicht vergeben.

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Laut den Beamten seien die Betrüger in allen bislang angezeigten Fällen nach dem gleichen Schema vorgegangen. Die Taten beschränkten sich dabei nicht nur auf den Raum Köln, sondern auch auf andere Bundesländer.

Titelfoto: 123rf/gajus

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