Magdeburg - Zwischenfall in einem Intercity-Express (ICE) von Berlin nach Köln. Ein 26-Jähriger sorgte für Ärger und rastete aus. In Magdeburg war für ihn Endstation.
Die Bundespolizei wurde in der Nacht auf Donnerstag zum Bahnsteig 8 des Magdeburger Hauptbahnhofs gerufen. Dort warteten die Beamten auf besagten jungen Mann.
Zuvor sei der 26-Jährige während der Fahrt von einem Zugbegleiter angesprochen worden - er sollte sein Ticket vorzeigen. Weil er keins dabei hatte, kam es zum Streit.
Dabei habe der 26-Jährige den Schaffner unter der Gürtellinie beleidigt, es bauschte sich eine Rangelei zwischen beiden Männern auf.
Der Bahnmitarbeiter (58) stürzte und fiel in eine Vierer-Sitzgruppe. Am Boden liegend sei er dann vom aggressiven Schwarzfahrer gewürgt worden.
Mitreisende griffen schließlich ein und fixierten den 26-Jährigen, bis der ICE mit 25 Minuten Verspätung gegen 1.46 Uhr am Bahnhof ankam.
Ermittlungsverfahren gegen Schwarzfahrer eingeleitet
Gefesselt ging es für den Schwarzfahrer in die Diensträume der Bundespolizei am Hauptbahnhof. Dort zeigte sich, dass er mit 1,53 Promille alles andere als nüchtern war.
Gegen den Deutschen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen, Beleidigung, Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Der Schaffner brach seinen Dienst ab und wollte vorsichtshalber bei einem Arzt vorstellig werden. Der Intercity-Express setzte seine Fahrt um 2 Uhr mit etwas mehr als einer halben Stunde Verspätung in Richtung Köln fort.