Schweine verletzt oder eingeklemmt: Tiertransporte auf A4 kontrolliert
Lichtenau/A4 - Die Polizei kontrollierte am Mittwoch mehrere Tiertransporte auf der A4 in Sachsen. Dabei stellten die Beamten zahlreiche Verstöße fest.
Die Kontrolle fand in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Chemnitz-Ost in der Zeit von 9 bis 13.30 Uhr statt.
Besonders fiel den Beamten ein Volvo-Sattelzug auf: Das Fahrzeug war zwar für den Tiertransport umgebaut, aber noch nicht zugelassen. Außerdem gab es hier keinen Desinfektionsnachweis. Die Aufteilung der Boxen war zu groß, somit bestand für die Tiere Verletzungsgefahr.
Teilweise lagen Abgrenzungspfähle herum, zwei weibliche Schweine waren verletzt bzw. zwischen der Trennwand eingeklemmt.
"Des Weiteren stand der 43-jährige Fahrer des Sattelzuges zum Feststellzeitpunkt offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein mit ihm durchgeführter Drogenvortest reagierte positiv auf Cannabis", heißt es weiter.
Für den Ukrainer ging es zur Blutentnahme. Außerdem bekam er eine Anzeige wegen des Fahrens unter berauschenden Mitteln. Weiterfahren konnte dann erst ein Austauschfahrer, nachdem die Mängel beseitigt waren.
Von insgesamt acht kontrollierten Fahrzeugen wurden bei sieben unterschiedlichste Verstöße festgestellt.
Ein Sattelzug hatte 14 Ferkel zu viel geladen.
"Außerdem waren an diesem Fahrzeug unzulässige lichttechnische Einrichtungen angebracht und damit die Betriebserlaubnis erloschen", teilte die Polizei am Freitag mit.
Außerdem nutzten mehrere Fahrer unzulässig Blitzerwarner oder hielten die Lenk- und Ruhezeiten nicht ein.
Titelfoto: Polizei

