Zug kracht mit 140 Sachen in Eisenstangen und Steine: Dann geht wichtiger Hinweis bei Polizei ein

Köln - In Köln ist ein Regionalzug der Deutschen Bahn in hohem Tempo gegen mehrere Gegenstände geknallt, die Unbekannte auf den Schienen platziert hatten. Die Aktion hatte erhebliche Folgen für den Zugverkehr.

Die Bundespolizei musste die Bahn-Strecke nach der Kollision mit den auf den Schienen abgelegten Gegenständen am Sonntag sperren. (Symbolbild)
Die Bundespolizei musste die Bahn-Strecke nach der Kollision mit den auf den Schienen abgelegten Gegenständen am Sonntag sperren. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Montag schilderte, war der Zug am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr im Bereich der Bahnstrecke 2630 nahe der Haltestelle Köln-Eifeltor mit einer Geschwindigkeit von rund 140 km/h gegen mehrere Schottersteine, eine Eisenstange und eine Blechplatte geprallt, die auf den Schienenkopf gelegt worden waren.

Sofort leitete der Zugführer eine Notbremsung ein, wobei die rund 150 Reisenden in der Regionalbahn glücklicherweise unverletzt blieben.

Weil zeitgleich Hinweise auf Kinder im Gleisbereich bei der Polizei eingingen, musste die Strecke schließlich komplett gesperrt werden, ehe Bundespolizisten den Bereich absuchten. Personen konnten jedoch keine mehr angetroffen werden, wie es hieß.

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Weil es durch den Zusammenstoß zu Beschädigungen am Zug gekommen war, musste dieser aus dem Betrieb genommen werden. "Auch an den Schienen wurden Beschädigungen festgestellt", hieß es seitens der Beamten.

Bundespolizei betont: Gleisanlagen sind keine Spielplätze!

Nach dem Vorfall in Köln kam es bei der Deutschen Bahn zu erheblichen Auswirkungen im Verkehr mit Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen. (Symbolbild)
Nach dem Vorfall in Köln kam es bei der Deutschen Bahn zu erheblichen Auswirkungen im Verkehr mit Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen. (Symbolbild)  © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Auch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen blieb die Strecke noch für drei Stunden gesperrt, während Gleisarbeiter weitere Überprüfungen an der Strecke durchführten. Es kam zu erheblichen Auswirkungen im Bahnverkehr mit über 1000 Minuten Verspätung, zahlreichen Umleitungen sowie Teilausfällen.

Abschließend wies die Bundespolizei noch einmal eindringlich darauf hin, dass Gleisanlagen keine Spielplätze sind.

"Das Ablegen von Gegenständen auf Schienen ist kein harmloser Streich, sondern eine lebensgefährliche Straftat. [...] Bereits kleinste Gegenstände können schwerwiegende Folgen haben", betonte der Sprecher.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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