Zwei Promille im Regionalzug: Falscher Schaffner tritt Bundespolizisten ins Gesicht
Von Aaron Klein
Grafing b. München - Ein betrunkener Mann hatte sich am Donnerstag in einem Regionalzug bei Grafing (Landkreis Ebersberg) als Fahrkartenkontrolleur ausgegeben und einem Bundespolizisten ins Gesicht getreten. Der 26-Jährige sei zuvor gegenüber einem Fahrgast handgreiflich geworden, teilten die Beamten mit.
Der 29-jährige Reisende habe sich geweigert, dem falschen Schaffner sein Ticket zu zeigen.
Als er den Mann von sich wegstieß, sei dieser gestürzt und habe daraufhin von sich aus über den Lokführer die Polizei verständigt.
Vor den Beamten klagte der 26-Jährige über Rückenschmerzen. Er weigerte sich jedoch, in den herbeigerufenen Rettungswagen zu steigen, und soll sich den Angaben zufolge vor dem Fahrzeug auf den Boden gelegt haben.
Als sich ein Polizist zu ihm beugte, habe der Mann mit dem Fuß gegen dessen Gesicht getreten und ihn dabei leicht verletzt, so die Polizei.
Der Mann wurde daraufhin gefesselt und am Donnerstag in ein Klinikum gebracht. Auf dem Weg soll er mehrfach versucht haben, zu fliehen. Zudem habe er die Beamten beleidigt und bedroht. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund zwei Promille.
Mittlerweile wurde der 26-Jährige, der wegen mehrerer Gewalt- und Eigentumsdelikte bereits polizeibekannt ist, in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa (Symbolfoto)
