Erschreckende Entdeckung bei Durchsuchung in Sachsen: 60 Hunde aus Wohnhaus gerettet

Von Juliane Bonkowski, Sören Müller

Grimma - Großeinsatz von Veterinäramt und Polizei im Landkreis Leipzig: Ein Wohnhaus in der Grimmaer Innenstadt ist seit dem Dienstagmorgen gründlich durchsucht worden. Hinweise, denen zufolge eine große Anzahl an Hunden unter schlechten Bedingungen dort leben soll, bestätigten sich.

Seit morgens 8 Uhr waren die Einsatzkräfte vor Ort, um die Räumlichkeiten des Hofes zu durchsuchen.  © Sören Müller

Mitarbeiter des Veterinäramtes rückten gegen 8 Uhr am Morgen gemeinsam mit Polizei-Hundeführern sowie weiteren Beamten der Polizeidirektion Leipzig zu dem Haus in der Nicolaistraße aus.

Wie der Landkreis Leipzig mitteilte, erfolgte der Einsatz auf Grundlage eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses.

Anlass dafür waren "neue, gravierende Hinweise zur Menge der gehaltenen Hunde und den unzureichenden hygienischen Verhältnissen auf dem Gelände", so Behördensprecherin Brigitte Laux.

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Insgesamt seien demnach rund 60 Hunde unterschiedlichster Rassen und Altersgruppen, vier Katzen und zwei Kanarienvögel sichergestellt worden.

Die Tiere wurden noch vor Ort durch Amtstierärzte untersucht und ihr Zustand dokumentiert. Sie sollen nun vorübergehend in verschiedenen Tierheimen untergebracht und dort versorgt werden.

Schon im Vorfeld soll es immer wieder Anzeigen von Anwohnern wegen Lärm- und Geruchsbelästigungen, die von dem Gelände ausgingen, gegeben haben.

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Augenscheinlich versuchten manche Tiere in Panik abzuhauen.  © Sören Müller
Die Polizei unterstützte das Veterinäramt.  © Sören Müller
Dieser Anblick ist herzzerreißend: Ein Hund schaut mit traurigem Blick durch das Gitter der Transportbox.  © Sören Müller

Neue Hinweise gaben Anlass zur Durchsuchung des Hauses

Insgesamt wurden rund 60 Hunde und noch weitere Tiere sichergestellt.  © Sören Müller

Das Veterinäramt führte daraufhin verschiedene angemeldete Kontrolltermine durch, bei denen jeweils nur wenige Räume des Hauses betreten werden konnten.

Dabei habe man jeweils fünf bis zehn Hunde feststellen können, teils eigene Tiere, teils Pflege- oder Besuchshunde. Erhebliche Mängel seien dabei nicht festgestellt worden.

"Da solche Kontrollen nur nach Vorankündigung stattfinden dürfen und der Besitzer nicht alle Räume öffnen muss - Unverletzlichkeit der Wohnung - war kein gesamtes Bild zu erlangen", so Sprecherin Laux. Eine Hausdurchsuchung sei daher bislang nicht gerechtfertigt gewesen.

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Bis vor wenigen Wochen erneut Hinweise bei der Behörde eingingen, denen zufolge die Anzahl der Tiere "weit über das Bekannte hinausging". Außerdem sei von massiven Verschmutzungen von Haus und Hof die Rede gewesen.

Die Leipziger Polizei leistete Amtshilfe. "Wir haben den Einsatz mit verschiedenen Kräften, darunter eine Hundestaffel und die sächsische Sicherheitswacht, unterstützt", so Sprecher Moritz Peters auf Anfrage.

In dem betroffenen Haus sollen zwei Personen leben, wie TAG24 auf Anfrage von Brigitte Laux erfuhr. Erst nach Einsatzende werde darüber entschieden, welche gegebenenfalls strafrechtlichen Maßnahmen getroffen werden.

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