Von Oliver Auster
Euskirchen - In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Euskirchen in Nordrhein-Westfalen ist es zu einer erneuten Razzia gekommen.
Wie die Staatsanwaltschaft Bonn bestätigte, geht es um verschwundene elektronische Generalschlüssel.
Die hatten bereits bei einer ersten Durchsuchung im Mai eine Rolle gespielt.
Nach dpa-Informationen richtet sich die aktuelle Durchsuchung gegen mehrere Bedienstete, die schon von der ersten Razzia betroffen waren.
Bisher standen sie im Verdacht, als Gegenleistung für Hafterleichterungen Geld angenommen zu haben.
Sie sollen gegen monatliche Zahlungen regelrechte Abos verkauft haben, mit denen zum Beispiel vor Zellenkontrollen gewarnt wurde.
Beschuldigte sollen Transponder manipuliert haben
Die Ermittlungen ergaben, dass die Beschuldigten offensichtlich auch mit dem Verschwinden des Innenlebens von zwei elektronischen Transpondern zu tun hatten, die als Generalschlüssel für die Feuerwehr in der JVA aufbewahrt wurden.
Im Mai war offiziell noch unklar, wer die Transponder manipuliert hatte.