Mega-Razzia gegen Hells Angels! Mehr als 1200 Polizisten in NRW im Einsatz
Hilden - Riesen-Razzia gegen die Hells Angels! In vielen Städten Nordrhein-Westfalens hat am Dienstagmorgen eine der größten Razzien im Rockermilieau in der Geschichte des Bundeslandes stattgefunden.
Um vier Uhr sei laut Polizei der offizielle Zugriff für die mehr als 1200 Polizisten - darunter 100 Einsatzkräfte von Spezialeinsatzkommandos - Spürhunde und Panzerwagen erfolgt.
Insgesamt seien einer offiziellen Mitteilung zufolge mehr als 50 Gebäude in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim am Rhein, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kempen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide durchsucht worden.
Besonders im Fokus stand dabei das Vereinsheim der Höllenengel in Hilden. In Leverkusen dagegen sei im Rahmen der intensiven Durchsuchungen der Rockerclub "Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen" aufgelöst und verboten worden.
Laut NRW-Innenminister Herbert Reul (XX) sollen bei der Razzia bis zu 2,5 Millionen Euro beschlagnahmt worden sein. Insgesamt sei es bei einer der größten Razzien in der Geschichte von NRW um 44 Beschuldigte im Alter von 21 bis 59 Jahren gegangen, teilt der Politiker mit. Der Chef (46) des Hells-Angels-Ablegers "Chapters Leverkusen" wurde festgenommen.
Hintergrund der Mega-Razzia ist das Ergebnis eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, heißt es von Polizei und Staatsanwaltschaft.
"Erste Hinweise lassen auch auf einen profitorientierten Anbau von Betäubungsmitteln schließen", erklärte Herbert Reul.
Darüber hinaus war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Mordanschlägen in der Rocker-Szene in Köln und Umland gekommen.
Erstmeldung vom 28. April, 6.23 Uhr, aktualisiert um 10.52 Uhr
Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa
