Greven - Die Polizei hat in Greven (Mecklenburg-Vorpommern) eine Scheune mit einer professionellen Cannabis-Plantage hochgenommen. Das Technische Hilfswerk musste anrücken.
Der Anfang vom Ende der Plantage war eine zufällige Entdeckung eines Zeugen bei einer Zwangsräumung im nahegelegenen Gresse.
Dort fand ein Zeuge Müllsäcke mit abgeernteten Cannabis-Pflanzen und meldete sich bei der Polizei.
Die folgenden Ermittlungen hätten zu einem verdächtigen, etwa 4000 Quadratmeter großen Objekt in Greven geführt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ende Februar schlugen die Ermittler zu und entdeckten in einer Scheune eine Aufzuchtplantage mit 800 Cannabis-Pflanzen.
Hinzu kamen noch 672 leere Kübel mit abgeernteten Pflanzen und 32 Kilogramm Marihuana, das laut Polizei einen Schwarzmarktwert von über 200.000 Euro habe.
In dem Objekt wurden fünf Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, die Plantage betrieben zu haben.
Der 28-jährige Mieter des Objektes war zunächst flüchtig, aber stellte sich Anfang März den Behörden. Gegen alle sechs Beschuldigten wurden Haftbefehle angeordnet. Ihnen wird unter anderem unerlaubtes Handeltreiben mit Cannabis in nicht geringer Menge vorgeworfen.
Zur Auflösung der Plantage musste die Polizei das Technische Hilfswerk anfordern, um die große Anzahl an Pflanzen, Aufzuchtmitteln und elektronischen Geräten abzutransportieren.