Hamburg/Niedersachsen/Schleswig-Holstein - Schlag gegen ein mutmaßliches Drogen-Netzwerk! Ermittler haben bei einer groß angelegten Razzia in Deutschland und der Schweiz am Mittwoch mehrere Objekte durchsucht und Verdächtige festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg koordinierte die Aktion gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt. Unterstützt wurden die Ermittler unter anderem von der Bundespolizei, mehreren Landespolizeien sowie dem Zoll. Insgesamt durchsuchten die Einsatzkräfte dabei 16 Wohn- und Geschäftsgebäude.
Bei den Maßnahmen stellten die Behörden umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter Mobiltelefone, Computer und Frachtunterlagen. Zudem wurden Vermögenswerte in sechsstelliger Höhe eingezogen.
Drei der insgesamt zehn Beschuldigten wurden in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein aufgrund von Haftbefehlen des Amtsgerichts Hamburg festgenommen. Der Vorwurf: "Bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in mehreren Fällen".
Die Tatverdächtigen sollen nun zeitnah einem Richter vorgeführt werden.
Internationaler Drogenhandel: Beschuldigte nutzten offenbar legale Strukturen
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Beschuldigten ein ausgeklügeltes Netzwerk aus Importfirmen aufgebaut haben, um Kokain in Tonnenmengen aus Südamerika nach Europa zu schmuggeln.
Die Drogen sollen dabei in Frachtcontainern über Nordseehäfen eingeführt worden sein. Die überwiegend in Norddeutschland und der Schweiz lebenden Verdächtigen sollen ihre beruflichen Kontakte und ihre Stellung im internationalen Fruchthandel genutzt haben, um die mutmaßlichen Drogentransporte zu organisieren.
Nach Angaben der Ermittler setzten die Beschuldigten neben legalen Unternehmensstrukturen auch Scheinfirmen ein.
So sollte der Eindruck regulärer Handelsgeschäfte entstehen, während über die Firmen offenbar Kokaintransporte abgewickelt wurden.