Schlag gegen Kinderpornografie: Razzia bei zehn Verdächtigen im Kreis Ludwigsburg
Ludwigsburg - Die Kriminalpolizei hat am Mittwoch einen groß angelegten Aktionstag gegen die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie durchgeführt. Dabei wurden zehn Wohnungen im Kreis Ludwigsburg durchsucht.
Die Ermittlungen richten sich gegen eine Gruppe von Verdächtigen, die altersmäßig weit auseinanderliegen. Die zehn Beschuldigten, neun Männer und eine Frau im Alter zwischen 16 und 57 Jahren, stehen im Verdacht, illegale Bild- und Videoaufnahmen von Kindern und Jugendlichen besessen, heruntergeladen oder weiterverbreitet zu haben.
Laut Polizei gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die Tatverdächtigen untereinander vernetzt waren.
Der entscheidende Hinweis kam aus dem Netz. Social-Media-Plattformen hatten verdächtige Inhalte bemerkt und an eine US-Organisation gemeldet. Über das Bundeskriminalamt (BKA) landeten die Informationen schließlich bei der Ludwigsburger Polizei.
Im Zuge der Durchsuchungen am Mittwoch stellten die Beamten über 100 Beweismittel sicher. Dabei handelte es sich um Smartphones und Tablets, Computer und Laptops sowie externe Festplatten sowie USB-Sticks.
Die Kripo befasst sich nun mit der Auswertung des Datenmaterials. Die Polizei betont, dass die Bekämpfung von Missbrauchsdarstellungen auch über Aktionstage hinaus eine Daueraufgabe darstelle.
Titelfoto: Marius Becker/dpa
