Tragische Wendung nach Knast-Urteil: Deutscher Auswanderer (†64) stirbt in seiner Zelle

Wuppertal - Er wurde erst vor wenigen Tagen zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Jetzt ist der Auswanderer (†64) aus Solingen tot in seiner Zelle entdeckt worden.

Der Prozess gegen den 64-Jährigen ist erst vor wenigen Tagen am Wuppertaler Landgericht zu Ende gegangen. (Archivfoto)
Der Prozess gegen den 64-Jährigen ist erst vor wenigen Tagen am Wuppertaler Landgericht zu Ende gegangen. (Archivfoto)  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Das hat eine Sprecherin der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am heutigen Mittwoch auf Anfrage mitgeteilt.

Der 64-Jährige sei bereits am Sonntag im Gefängnis in Wuppertal leblos in seiner Einzelzelle gefunden worden. Die Umstände deuteten auf einen Suizid durch Ersticken hin. Die Behörden leiteten ein Todesermittlungsverfahren ein.

Der Solinger war am vergangenen Donnerstag wegen Totschlags schuldig gesprochen worden, seine Ex-Freundin erdrosselt und ihre Leiche in den Niederlanden in einen Kanal geworfen zu haben.

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Er soll die aus Polen stammende 57-Jährige umgebracht haben, weil sie seinem Traum im Weg stand, nach Spanien auszuwandern.

Um ein Leben im sonnigen Süden finanzieren zu können, hatte der Deutsche sein Haus verkauft. Seine Ex-Freundin hatte aber nicht auswandern und auch nicht aus dem Haus ausziehen wollen.

Nachdem die Käufer damit gedroht hatten, deswegen vom Kaufvertrag zurückzutreten, habe der Solinger die 57-Jährige im September 2021 erdrosselt, erklärte das Gericht im Urteilsspruch.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da der Vorfall aber mit einem Prozess in Zusammenhang steht, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

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