Bande überfällt Geldtransporter und erbeutet Millionen: Polizei fahndet!

Brindisi - Eine Szene wie aus dem Wilden Westen: Ein bewaffnetes Kommando hat einen Geldtransporter in Italien überfallen und drei Millionen Euro erbeutet. Dabei gingen mehrere Autos in Flammen auf. Nun fahndet die Polizei nach der Bande.

Mit brennenden Autos blockierte die Bande die Straße für Polizei und Feuerwehr.
Mit brennenden Autos blockierte die Bande die Straße für Polizei und Feuerwehr.  © IMAGO/Independent Photo Agency Int.

Mitten im morgendlichen Berufsverkehr auf einer stark befahrenen Straße nahe der malerischen Hafenstadt Brindisi in Apulien (Süditalien) startete das schwer bewaffnete Kommando am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr den Raubüberfall.

Wie der lokale Sender Rai-News berichtete, zwang die Bande den Panzerwagen mit gezielten Schüssen zum Stopp und setzte zeitgleich einige Meter zuvor mehrere querstehende Autos und einen Lieferwagen in Brand, um ein Durchkommen der Einsatzkräfte zu verhindern. Schnelle Hilfe war somit ausgeschlossen.

Fünf Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma begleiteten den Geldtransporter. Doch keiner von ihnen konnte den Überfall verhindern, geschweige denn stoppen.

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Die durch die Brände verursachte große, schwarze Rauchwolke schwebte auch Stunden nach der Tat noch über dem Straßenabschnitt. Der Lieferwagen sowie mindestens drei weitere Autos wurden durch das Feuer beschädigt, so die Polizei. Bilder und Videos in sozialen Medien zeigen das Ausmaß der Zerstörung.

Die Ermittler gehen von acht bis zehn Tätern aus. Alle konnten unerkannt und mit einer Rekordsumme von rund drei Millionen Euro flüchten.

Sicherheitsmitarbeiter unter Schock, Polizei fahndet

Die Carabinieri fahndet nun nach den schwer bewaffneten Kriminellen. (Symbolbild)
Die Carabinieri fahndet nun nach den schwer bewaffneten Kriminellen. (Symbolbild)  © Gregorio Borgia/AP/dpa

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, jedoch standen die Sicherheitsmitarbeiter laut dem Bericht des TV-Senders unter Schock.

Aufgrund der aufwendigen Aufräumarbeiten war die Staatsstraße am Donnerstag vorübergehend in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt. Zuvor hatten sich aufgrund der brennenden Autos lange Staus in beide Richtungen gebildet.

Die Polizei fahndet nun mit Hochdruck nach den Räubern.

Titelfoto: Montage: IMAGO/Independent Photo Agency Int., X/OfficinaDiMarK

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