England - Mittlerweile ist das Verschwinden von Madeleine McCann bereits ganze 19 Jahre her. In einem Statement äußerten sich nun ihre Eltern, die weiterhin auf Gerechtigkeit hoffen.
Auf der Facebook-Seite von "Official Find Madeleine Campaign" veröffentlichten Kate und Gerry McCann einen emotionalen Text zu Ehren ihrer Tochter – heute wäre sie 22 Jahre alt.
"19 Jahre. Die Suche geht weiter, um unsere Madeleine zu finden, Gerechtigkeit zu erreichen und die Welt ein kleines Stück sicherer zu machen. Wir sind weiterhin sehr dankbar für all die Unterstützung von Freunden und Familie, von Menschen, die wir kennen und die, die wir nicht kennen – und von Polizei und Behörden für ihre kontinuierliche Entschlossenheit und Bemühungen. Danke", so der Beitrag.
Weiter hieß es: "Für Madeleine, die wir jeden Tag lieben und vermissen, werden wir niemals aufgeben."
Unterzeichnet ist die Nachricht mit "Kate, Gerry und Familie". In den Kommentaren bekundeten Hunderte Menschen ihre Anteilnahme, wünschten der Familie viel Kraft und gaben an, zu hoffen, dass Madeleine sicher und wohlbehalten gefunden werde.
Maddie-Verdächtiger Christian B. im September aus der Haft entlassen
Im Alter von nur drei Jahren verschwand die kleine Maddie am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung in Portugal. Trotz jahrelanger Ermittlungen in Großbritannien und ganz Europa fehlt bis heute jede Spur des Mädchens. Die mutmaßliche Entführung sorgte weltweit für großes Aufsehen und zählt bis heute zu den bekanntesten Vermisstenfällen der Welt.
2008 wurden die Ermittlungen vorerst eingestellt, im Jahr 2011 allerdings wieder aufgenommen, nachdem es neue Hinweise gegeben hatte.
Im vergangenen September wurde der Verdächtige Christian B. aus dem Gefängnis im niedersächsischen Sehnde entlassen und befindet sich seither auf freiem Fuß. Im Zusammenhang mit dem Fall Madeleine wurde er bislang nicht angeklagt, er saß seine Haftstrafe wegen schwerer Vergewaltigung ab.
Laut The Mirror wurden vor wenigen Wochen weitere finanzielle Mittel genehmigt, um die Ermittlungen fortzuführen. Demnach stehen für 2026 und 2027 insgesamt rund 99.500 Euro zur Verfügung – etwa 25.000 Euro weniger als noch im Vorjahr.